Kreta-Diät mit Rechenfehlern

Die sogenannte Kreta-Diät (Olivenöl, Schafskäse, Rotwein …) stützt sich auf internationale Studien, nach denen die Griechen besonders alt werden. Laut Statistik gibt es in Griechenland fast 10.000 Menschen, die über 100 Jahre alt sind, etwa 500 sind sogar älter als 110 Jahre. Das ist im weltweiten Vergleich tatsächlich sensationell. Vor kurzem ist jedoch bekannt geworden, dass es sich bei fast allen um bereits längst Verstorbene handelt, deren Verwandte den Tod verheimlicht haben, um weiterhin die Rente zu kassieren. Was soll man nun von der Kreta-Diät halten?

Glühlampen, wir werden euch niemals vergessen!

Mit schönem Raumlicht ist es nun für viele Menschen vorbei, ab sofort hat die EU nun auch den Verkauf von 60-Watt-Glühbirnen verboten. Gleichzeitig erhöhen die Hersteller die Preise von sogenannten „Energiesparlampen”, Osram sogar um unverschämte 20 bis 25 Prozent!

Alles an diesen Lampen ist eine Verarschung der EU-Bürger, sogar schon die Bezeichnung, verbrauchen sie unterm Strich doch deutlich mehr Energie als herkömmliche Glühbirnen. Dazu kommen zahlreiche Nachteile: Ihr unnatürliches, hässliches Licht gilt als Stressauslöser, außerdem gibt es Hinweise darauf, dass es hormonelle Störungen, Schwindel und neurologische Probleme zur Folge hat. „Energiesparlampen” sind technisch gesehen Neonröhren, die, im Gegensatz zu den Glühbirnen, keine Wärme entwickeln, weshalb man während der kalten Jahreszeiten nun mit höheren Heizkosten (bei empfindlich gestiegenen Energiepreisen) rechnen darf.

„Energiesparlampen” sind weiters hoch giftig, sie enthalten bis zu fünf Milligramm Quecksilber. Schon ein Milligramm reicht aus, um 5.300 Liter Trinkwasser zu verseuchen. Das Einatmen von Quecksilberdämpfen führt bereits in kleinsten Dosen (0,1 bis 1 mg täglich) zu chronischen Vergiftungen, da 80 Prozent des eingeatmeten Dampfes im Körper gespeichert werden. Weil fast alle „Energiesparlampen” im Hausmüll landen, gelangt das Quecksilber letztlich in die Natur.

Der größte Teil der „Energiesparlampen” wird übrigens – EU-Arbeitsplätze sparend – in China hergestellt, wo es weder nennenswerte Umweltstandards noch Arbeitsschutzvorschriften gibt (in einer Lampenfabrik in Foshan waren 95 Prozent der untersuchten Arbeiterinnen so stark mit Quecksilber vergiftet, dass sie ins Spital mussten). Wegen der starken Nachfrage werden in China Minen wiedereröffnet, die erst vor kurzem stillgelegt wurden, weil die Flüsse tot, die Felder vergiftet und die Anwohner krank waren.

Halten Sie mit uns eine kurze Trauerminute für die Glühbirne. Und für all die großartigen Versprechungen über die EU, die wir einst unseren Politikern – zur Hölle mit ihnen – geglaubt hatten.

Hochzeit macht dick – Scheidung auch

Frauen werden nach der Hochzeit dicker, Männer dagegen nach der Scheidung. Dies fanden Forscher der Columbus University in Ohio heraus. Je älter man zum Zeitpunkt des Ereignisses ist, umso größer ist die Gewichtszunahme – bei unter 30-Jährigen gibt es überhaupt keine signifikante Veränderung. Untersucht wurden die Daten von 10.000 US-Amerikanern.

Der Paradeiserkaiser

Erich Stekovics ist streng. Der Paradeiserzüchter (sprich: Tomatenzüchter, aber Erich Stekovics sieht sich nun einmal als Paradeiserzüchter) aus dem burgenländischen Frauenkirchen ist der einzige, der seine Pflanzen nicht gießt – außer einmal bei der Aussaat. Und eben das predigt er seinen Kunden eindringlich. Predigen kann er, der Stekovics. Muss er können, schließlich ist er eigentlich Theologe. Zu den Paradeisern ist er über einen Krebskranken gekommen, der ihn gefragt hat, was er rückblickend an seinem Leben ändern würde. „Ich hätte mehr gegärtnert”, sagte Erich Stekovics, und der Gedanke ließ ihn nicht mehr los.

Mittlerweile ist er Herr über unglaubliche 3.200 Paradeisersorten, steht in Kontakt mit amerikanischen Samenbanken, ist selbst ein begehrter Lieferant seltener Sorten und hat nun auch ein aufwendiges Nachschlagewerk herausgebracht, ein erweitertes Kochbuch, eben den „Atlas der erlesenen Paradeiser (und was man alles mit ihnen anstellen kann)”.

Erich Stekovics verkauft seine Früchte nicht nur an die besten Restaurants Österreichs, sondern auch ab Hof. Und dort, am Hof in Frauenkirchen, bekommt man die Paradeiserpflanzen, die man nicht gießen darf. Da blitzt wieder der Theologe in Stekovics auf, wenn er erzählt, dass er jede Pflanze zwei Nahtoderfahrungen aussetzt: Einmal lässt er sie fast erfrieren, einmal fast verdursten. Und dann seien die Paradeiserpflanzen gewappnet für alles, ist seine Überzeugung. Wasser bekommen sie eben nur, wenn es regnet, „das haben die Pflanzen schon von ihrer Großmutter gelernt, die haushalten einfach ganz anders und gedeihen trotzdem”. Er möchte eben keine Weicheier heranziehen. Weicheier, diese Sorte gibt es selbst bei ihm nicht, Eierparadeiser freilich schon.

Dieses Buch ist ein wunderschönes, großformatiges Nachschlagewerk zum Thema Paradeiser. Nicht nur werden ausgewählte Sorten wie die Azoychka Russian, die Justus Zuckersüß oder die Peruanische Wildtomate samt Foto vorgestellt, es fallen von A bis Z auch Stichworte wie Bazooka-Kaugummi-Staub (Paradeiser können sogar danach schmecken) oder Damenstrümpfe (zum Aufbewahren von Samen). Und nachdem Erich Stekovics bei den besten Köchen Österreichs mit seinen Paradeisern stets einen Fuß in der Tür hat, war es auch nicht schwer, diese für spannende Paradeiserrezepte zu gewinnen.

Thomas Dorfer, Schwiegersohn von Haubenköchin Lisl Wagner-Bacher, steuert da etwa eine Weiße Mandeleiscreme mit eingelegten Paradeisern und geliertem Anis-Minz-Tee bei, Josef Floh verrät sein Rezept für Kaninchen-Paradeiser-Fleisch, ein Ragout, das mit gehobeltem Parmesan serviert wird, und auch der gegenwärtig beste Koch Österreichs, Heinz Reitbauer vom Wiener „Steirereck”, ist mit Rezepten dabei, etwa mit einer kalten „gegrillten” Paradeisersuppe mit Kräutereistee und Schnittlauchbrot.

Rezepte im PDF Format:
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Erich Stekovics, Julia Kospach, Peter Angerer:
Atlas der erlesenen Paradeiser (und was man alles mit ihnen anstellen kann)

Loewenzahn Verlag, 264 Seiten
59,90 Euro


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