Gehirnschädigung durch Teletubbies

Neueste Forschungsergebnisse beweisen: Tägliches Fernsehen kann bei Kleinkindern Hirnschädigungen und Lernstörungen hervorrufen. Führende Psychologen sind einhellig der Auffassung, dass Fernsehkonsum für Kinder unter drei Jahren irreversible Gesundheitsschäden hervorrufen kann. Neu dabei ist die Erkenntnis, dass es nicht entscheidend ist, was die Kinder ansehen, sondern in welchem Alter und wie lange sie vor dem Fernseher sitzen.

Demnach können Teletubbies und andere pädagogische Sendungen für Kinder genau so schädigend sein wie gewalttätige Videospiele. Die plötzlichen Wechsel von Tönen und Bewegungen rufen eine Veränderung der Reaktionen und des Sehvermögens hervor, das gleiche Verhalten ist auch bei Tieren zu beobachten. Es werden vermehrt Hormone ausgeschüttet, was langfristig zu gesundheitlichen Problemen führen kann, etwa Veränderungen im Gehirn sowie Lern- und Konzentrationsstörungen. Denn über 80 Prozent des kindlichen Gehirns entwickeln sich, bevor wir drei Jahre alt sind. Deshalb ist Fernsehen in diesem Alter gesundheitsschädlich. Das hatte auch die französische Regierung erkannt und bereits im Jahr 2008 Programme für Kinder unter drei Jahren verboten.

» Kopp-Verlag: Tödliche Teletubbies

Voller Bauch hilft Angeklagten

Richter urteilen abhängig von ihrem Hungergefühl. Während unmittelbar nach dem Frühstück zwei Drittel aller Urteile Freisprüche sind, sinkt die Rate gegen Mittag zunehmend auf null. Erst nach dem Mittagessen geht es wieder mit Freisprüchen weiter – in zwei Dritteln aller Fälle. Das fand jetzt ein Forscher der Ben-Gurion-Universität in Israel heraus.

Wir zahlen alles

Was haben der japanische Super-Gau, der US-Banken-Crash und die Eurokrise gemeinsam? Dass die Bevölkerung für die Folgen und Verluste zahlen muss – auch wenn sie Jahrzehnte daran kiefeln wird –, die Verantwortlichen aber nicht haften müssen. Während ein kleiner Bäcker rechtlich für die Qualität seines Brotes haften muss und ein Busfahrer für die Sicherheit seiner Fahrgäste verantwortlich ist, müssen weder Riesenkonzerne noch Finanzjongleure oder Politiker für ihre Fehler einstehen. Seltsam, oder?

Die Nicht-wegwerfen-Küche

Mehr als die Hälfte der Lebensmittel landet im Müll, alleine in Deutschland sind das alljährlich an die 15 Millionen Tonnen. Das regt ab und zu kurz zum Nachdenken an, allerdings ohne dass sich an dieser in der Menschheitsgeschichte wohl zuvor nie dagewesenen Verschwendung etwas ändert. Die Zahl der Singlehaushalte steigt, während die meisten Verpackungen weiterhin für Mehr-Personen-Haushalte konzipiert sind; falsche Informationen und unnötige Panik, was das Haltbarkeitsdatum betrifft und mangelndes Wissen über richtige Lagerhaltung tragen ihr Übriges dazu bei, die Müllberge zu erhöhen.

Hier will der junge steirische Koch Tom Riederer ansetzen: „Nur der Idiot wirft’s weg” heißt sein Kochbuch, im Untertitel verspricht er zu zeigen, wie man aus allem noch etwas Schmackhaftes machen kann. Riederer trägt 2 Gault-Millau-Hauben und denkt durchaus einmal länger über das Koch nach. „Wegwerfen ist natürlich oft weniger anstregend”, gibt er zu, sein Ziel ist aber eben nicht nur eine Wegwerf-, sondern auch eine Denkerküche. Die asiatischen Länder seien uns in Sachen Verwertung weit voraus: Dort isst man alles vom Schnabel bis zur Zehe. Sicher, auch in der Haute Cuisine ist das Motto „Nose to tail” seit einigen Jahren Trend, man rühmt sich im Dreisterne-Lokal, das ganze Tier zu verarbeiten, also auch solche Teile wie Hahnenkämme oder Lammzungen. Aber selbst in diesen Restaurants werden dennoch jährlich Tonnen weggeworfen: Brot, Gemüsereste, Käse…

Tom Riederer widmet sich angeblich für seine Rezepte genau diesen Abfällen. Allerdings: So rühmlich die Idee, so missglückt ist die Ausführung in weiten Strecken, so wenig hat das Buch mit dem Ausgangsanliegen zu tun. Manche Zutaten, so scheint es, werden von Tom Riederer ziemlich krampfhaft zu Küchenresten herbeigeschrieben, etwa „Oliven, die halt zur Stelle sind”. Das sind Vorräte, aber keine Reste. Mais, den man am Feldrand selbst ernten soll, ist ebenso wenig Abfall wie Wels „in Sushi-Qualität”.

So manches Restekochbuch à la „Großmutters Tricks” ist da konsequenter – Scheiterhaufen, oder Schöberlsuppe etwa sind eben doch noch echtes Resteessen. Hartes Brot ist schließlich per se nicht mehr zu essen, lediglich in der verarbeiteten Form. Worin genau der Abfall-Aspekt bei einer Mango-Campari-Sulz liegt, wie sie Tom Riederer vorschlägt, ist für uns eher nicht wirklich zu verstehen …

Rezepte im PDF Format:
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Tom Riederer:
Nur der Idiot wirft’s weg!

Pichler Verlag, 208 Seiten
24,95 Euro


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