Eat The Dog

Zwei Öko-Architekten der Universität Wellington rechnen in ihrem Buch „Time To Eat The Dog“ vor, dass ein Haushund die natürlichen Ressourcen wesentlich stärker strapaziert als ein SUV, also ein großer Geländewagen etwa vom Typ Porsche Cayenne, Range Rover oder BWM X6.

In der Umweltgesamtbilanz, dem so genannten „ökologischen Fußabdruck“ – jener Fläche, die nötig ist, den Lebensstil eines Menschen zu ermöglichen, dazu gehören etwa die Bodenfläche zur Produktion von Nahrung, Kleidung, Abfallentsorgung und Energiegewinnung – schneiden manche Haustiere deutlich schlechter ab als Autos. Die Ernährung eines großen Hundes entspräche etwa dem Fußabdruck von 1,1 Hektar pro Jahr, der Betrieb eines schweren Geländewagens (inklusive anteiligem Ressourcenverbrauch bei der Herstellung) bei 10.000 km Jahresfahrleistung dagegen nur 0,41 Hektar.

Katzen verbrauchen nur 0,15 Hektar pro Jahr, weniger als ein VW Golf. Ein Goldfisch steht für 3,4 Quadratmeter – das entspricht zwei Handys. Der ökologische Fußabdruck eines EU-Bürgers entspricht übrigens 4,7 Hektar. Das zeigt wieder einmal: Der Mensch ist selbst die größte Umweltbelastung. Und von dieser Spezies gibt es allerdings acht Milliarden!

Junge Männer erhöhen Sterberisiko

Junge Liebhaber erhöhen für reife Frauen das Sterberisiko. Selbst wenn der Partner bloß sieben bis neun Jahre jünger ist, ist dieses bereits um 20 Prozent höher. Im Gegenzug leben Männer umso länger, desto jünger ihre Frau ist. Das zeigt eine Statistik des Rostocker Max-Planck-Institutes für Demografische Forschung.

Immer mehr Frauen haben Partner, die beträchtlich jünger sind. Vorreiterinnen des Trends sind Promi-Damen, die Liste ist lang. Dazu gehören etwa Iris Berben, Désireé Nosbusch, Madonna, Birgit Schrowange, Caroline Beil und Demi Moore und so fort. Der Mann der Modeschöpferin Vivienne Westwood ist gar 26 Jahre jünger.

Übrigens sterben nicht nur die Frauen in dieser Beziehungskonstellation früher, auch die jüngeren Männer haben ein erhöhtes Sterberisiko. Warum dies so ist, dass weiß niemand.

Es kümmert auch nicht weiter: In New York floriert bereits ein Club der „Silberlöwinnen“ – reife Frauen, die ihr Schönheitsgeheimnis vollmundig preisgeben: „Junge Liebhaber wirken besser als Cremes.“

Weißes Gold

Ein feine Idee für die Abwandlung eines alten Brauchs: Zum Einzug in eine neue Wohnung schenkt man traditionell Brot und Salz. Wie wäre es aber mit einem Salzkochbuch? Vor allem, wenn es so hübsch ist wie „Das kleine Buch vom Salz“, das kürzlich bei Teubner erschienen ist: ein kompaktes Büchlein in Metallic-Rosa gehalten, mit versilberten Seitenteilen, ebensolcher Prägung und Lesebändchen.

Dass es mehr Salzsarten gibt als das gut dosierbare aus dem billigen Supermarktstreuer, das neben salzig nur unangenehm beißend scharf schmeckt, dürfte mittlerweile bekannt sein, wurde doch in den letzten Jahren viel Aufhebens gemacht um Himalayasalz oder Fleur de Sel. Dieses Buch listet nicht nur die unterschiedlichsten Salzsorten auf, wie Alaea Meersalz aus Hawaii oder das grüne Bamboo Jade Sea Salt, sondern liefert auch Rezepte für eigene Salzmischungen – nach dem Motto „Pimp your salt“. Rosensalz, Kakao- oder Vanillesalz etwa. Gleichzeitig kommen auch die verschiedenen, teilweise uralten Küchentechniken, die mit Salz arbeiten, nicht zu kurz: Pökeln, Beizen, Einsalzen…

Mit den Rezepten ließe sich sogar ein ganzes Salz-Menü zusammenstellen, da auch Desserts mit Salz nicht ausgelassen werden, wie süßes Tomatensorbet mit Basilikumsalz. Zartbittermousse mit Trüffelsalz und Shortbreads. Karamelltarte mit Fleur de Sel. Oder Gefüllte Eis-Aprikosen mit Fleur de Sel und Pesto. Salzige Desserts sind, nebenbei gesagt, ein ganz großer Trend in der internationalen Topgastronomie, weil in diesem Bereich noch neue Geschmackserlebnisse für Alleskenner und übersättigte Gourmets möglich sind.

Aber auch die traditionell salzigen Gänge in diesem Büchlein lesen sich spannend: Tee-Eier mit Sesamsalz, Gebeizter Hibiskus-Rosen-Lachs, Pochierter Kabeljau mit Himbeersalz oder Kürbispüree mit Lavendelsalz.

Übrigens: Das Buch gibt es auch in der Schokoladeversion. Das geht für ein stimmiges Gesamt-Einweihungsfest-Paket vielleicht sogar als „Brot“ durch…
Das kleine Buch vom Salz
Teubner, 192 Seiten
24,90 Euro


Buch bestellen