Essen wie ein Mensch der Urzeit

Auf der Suche nach der idealen Ernährung gehen Wissenschafter neuerdings weit zurück in die Vergangenheit. „Immer mehr deutet darauf hin, dass unsere moderne Ernährung eine Hauptursache für das epidemische Ansteigen von Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes, Arteriosklerose und Herz-Kreislauferkrankungen sind“, warnen Mediziner der renommierten Mayo-Klinik in den USA. Ihre Lösung: Unsere Nahrungsaufnahme sollte sich an jener der urzeitlichen Jäger und Sammler orientieren.
Die landwirtschaftliche Revolution vor etwa 10.000 Jahren veränderte die Ernährung des Menschen schlagartig. Die rund 2,5 Millionen Jahre davor konsumierten Jäger und Sammler vor allem wilde und unbehandelte Nahrungsmittel wie Obst, Wurzeln, Gemüse, Nüsse, Fisch und Fleisch, aber kaum raffinierte Getreideprodukte. „Diese Nahrung setzte sich aus einer hohen Menge an Eiweiß, mehrfach ungesättigten Fetten, Vitaminen, Mineralien und anderen hilfreichen Inhaltsstoffen zusammen“, sagen die Mediziner.

Die Ernährungsweise dürfte den Jägern und Sammlern recht gut bekommen sein, da Studien zeigen, dass die Jäger und Sammler generell fit und gesund waren sowie kaum unter Herz-Kreislauferkrankungen litten.

Die verbreitete Ansicht, dass unsere Urahnen unterernährt waren, ist den Wissenschaftern zufolge völlig falsch. Damals enthielt die Nahrung nämlich zwei- bis dreimal so viele Ballaststoffe wie heute, fast doppelt so viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, viermal mehr Omega-Fettsäuren, fast dreimal so viel Protein und drei- bis viermal so viel Kalium. Zucker und raffinierte Getreideprodukte gab es hingegen damals nicht.

In den Industrieländern ist das genau das Gegenteil der Fall. Nicht nur, dass wir uns unser Essen nicht mehr jagen oder sammeln müssen und damit nicht mehr gezwungen sind, uns zu bewegen: Wir konsumieren vor allem industriell verarbeitete, künstliche Produkte.

Die Mayo-Ärzte raten daher, die Ernährung unserer Ahnen nachzuahmen. Frisches wie Obst, Gemüse und Nüsse sollten auf bis zu acht Portionen am Tag verteilt werden. Mageres Fleisch und Fisch sind okay, Zucker und industriell vorgefertigte Getreideprodukte sind hingegen so gut wie irgendwie möglich zu meiden.
Ein weiteres Fitnessrezept unserer Urahnen: Sie gingen oder liefen jeden Tag bis zu 15 Kilometer.

Kinder als Geschmacks-Analphabeten

Schöne Zukunft: 27 Prozent der Kinder zwischen zehn und 13 Jahren können die vier Grundgeschmacksarten – süß, salzig, bitter, sauer – nicht mehr erkennen, das stellten Lebensmittelforscher der Wiener Universität für Bodenkultur im Auftrag der AMA fest. Mehr als ein Drittel der Kinder erkennen nur zwei der vier Geschmäcker, ein Viertel nur einen. Knapp zehn Prozent erkennen keine einzige Geschmacksrichtung. Interessant dabei ist, dass Kinder, die nie oder nur selten Pizza, Burger & Co essen, deutlich besser abschneiden. Weiters: Je mehr Weißbrot und gezuckerte Getränke konsumiert werden, desto schlechter sind die Ergebnisse.
Und je mehr Obst und Gemüse gegessen werden, desto besser ist das Erkennen der Geschmacksrichtung.

Guten Appetit: US-Hühnchen auf Chlor

Sie dachten giftiges Chlor eignet sich bestenfalls dazu, das Wasser in Schwimmbädern zu desinfizieren? Weit gefehlt! Geht es nach den Plänen der EU-Kommission, dann wird es schon bald eine Zutat Ihres Grillhähnchens sein. Denn trotz Protesten von EU-Parlamentariern will die Kommission die Behandlung von Geflügelfleisch mit Chlor erlauben.

Der Hintergrund: In den USA wird Geflügel nach dem Schlachten in einer Chlorlösung gereinigt. Deshalb gab es bisher das Importverbot der EU. Nach Darstellung Washingtons entgehen den amerikanischen Züchtern dadurch aber jährlich Einnahmen in Höhe von 180 Millionen Dollar (120 Millionen Euro). Mit dem Fallen des Verbots ist der Weg für die Horror-Hühner frei.

Und wenn Sie sich nun fragen, wozu wir überhaupt Geflügel über den Atlantik einfliegen müssen, wenn wir selber mehr als genug davon haben: da sind auch wir ratlos.

Ältere Frauen auf der Pirsch

Cougars sind geschmeidig, haben scharfe Krallen und lange Zähne. Vor allem aber haben Sie Erfahrung. Cougars heißen die größten Raubkatzen Nordamerikas, Cougars nennt man aber auch ältere Frauen auf der Pirsch. Ursprünglich abfällig gemeint, ist der Begriff heute in den USA längst zu einem Ehren- und Trotz-Label geworden.
Cougardate.com, die Internetseite für Partnersuchende, definiert: „Im Regelfall sind sie in den Vierzigern, Fünfzigern, ja sogar Sechzigern, geschieden, manchmal haben sie Junge, finanziell sind sie unabhängig. Cougars haben schwere Bankkonten, sie besitzen große Autos, fahren sie aber nur wenig – aus Sorge um die Umwelt. Artenspezifisch sind ihre Begeisterung für die Wohnungsdekoration, das Interesse für Hunde – übrigens die einzigen Lebewesen, mit denen sie zusammenleben können – sowie die bemerkenswerte Absenz einer Auseinandersetzung mit Fragen der Technik.“

Manchmal finden sie es nötig, mit einem Mann ein freundliches Gespräch zu führen, speziell dann, wenn dieser gebraucht wird, um ein größeres technisches Problem zu beheben. Dabei sprechen Sie ganz sanft und mit vielen langen Pausen.

Cougars halten ständig eine strenge Diät, obwohl sie schlank und bestens trainiert sind, vornehmlich durch ausufernde Shopping-Touren.
Und noch etwas: Cougars lassen Alphamännchen über 35 eher wie Graue Panther aussehen, weil sie nur jungem, strammem Frischfleisch auf der Fährt sind.
Die unbestreitbare Wiege der Cougars ist übrigens „Sex and the City“. Die Hauptfiguren – Carrie, Samantha, Charlotte und Miranda – tragen knappe Kleider, trinken gern, schieben so oft wie möglich eine so genannte Nummer. Aus ein paar Schritten Entfernung sehen sie sagenhaft aus (die Älteste, Kim Catrall, ist heute 51). Und mit ungeheurer Energie tun sie alles, damit ihr sehnlichster Wunsch – endlich den Richtigen zu finden – niemals in Erfüllung gehen kann.

Patentrezepte

Auf einem deutschen Fernsehsender läuft zurzeit das „Fast-Food-Duell“: Profiköche fordern Burger- oder Pizza-Lieferservice heraus, behaupten, sie könnten in derselben Zeit wie diese das gewünschte Gericht liefern – frisch gekocht und besser, versteht sich.

Genau das Gleiche hat sich Gordon Ramsay auch mit seinem neuen Buch vorgenommen: „Schnelle Sterneküche“ heißt es, und was draufsteht, ist auch drin. „Ich will beweisen, dass jeder schneller eine gute Mahlzeit zubereiten kann, als eine Pizza kommen zu lassen.“ Dem gebürtigen Schotten Ramsay, der in Großbritannien längst ein Star und Vorbild für Gar-nicht-mehr-so-Jungköche wie Jamie Oliver ist, gelingt das Kunststück bei vielen seiner Rezepte. Der Koch schaut nicht nur aus wie einer, der zupacken kann – in seiner Jugend war er Fußballer bei den Glasgow Rangers –, er tut es auch. In seiner eigenen Fernsehsendung „In Teufels Küche mit Gordon Ramsay“ bringt er Restaurants innerhalb einer Woche auf Vordermann, samt Kleinholz, wenn es sein muss.

Der Werdegang des Kochs liest sich schier unglaublich: Mit 26 Jahren eröffnete er das „Aubergine“ in London, wo er innerhalb von nur drei Jahren zwei der begehrten Michelin-Sterne erhielt. 1998 folgte der dritte Michelin-Stern.

Einem solchen Koch nimmt man Tipps gerne ab. Ramsays Empfehlungen für einen klug bestückten Vorratsschrank, seine Tricks für mehr Geschmack – Stichwort Currysalz – oder seinen Rat, nur mit guten Messern zu arbeiten, sollte man auf jeden Fall beherzigen. Gordon Ramsay redet nicht lang um den heißen Brei herum, was sich auch im Schriftbild des Buches niederschlägt: wenige, dafür eindringliche Worte in großen Lettern mit plakativer Farbigkeit. Manche seiner Rezepte sind so bestechend raffiniert und dennoch so unglaublich einfach, dass man sich fragt, warum man nicht selbst darauf gekommen ist: Für die Anchovis-Sticks, die mit einem pochierten Ei serviert werden, muss man lediglich Toastbrot entrinden und dünn auswalken, mit Olivencreme und Anchovis jeweils zwei Scheiben zusammenkleben, in Streifen schneiden und in Butter braten. Das dauert fünf Minuten und kommt so unverschämt luxuriös daher, dass der Titel des Buches gleich noch plausibler wird.

Weitere Rezepte: Speck-Erbsen-Omelett mit Ziegenkäse, Tandoori-Heilbutt mit Gurke, Melonensuppe mit Krabbenfleisch, duftender Orangensalat oder gebackener Ricotta mit Pfirsichen.

Fazit: Ein äußerst brauchbares Handwerks-Kochbuch mit simplen und sicher gelingenden Gerichten von einem, der es wirklich kann

Rezepte (im PDF Format):
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Gordon Ramsay:
Schnelle Sterneküche

Dorling Kindersley, 256 Seiten
24,95 Euro


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