US-Regierung als „Serien-Lügner“

Fast 1.000 Lügen verbreitete die US-Regierung innerhalb von eineinhalb Jahren, um den Krieg gegen den Irak zu legitimieren. Das geht aus einer Untersuchung des Center for Public Integrity, einer Vereinigung von kritischen Journalisten, die Reden und Interviews analysierte, hervor. Spitzenreiter ist der Präsident selbst, mit 260 gemachten Falschaussagen. Auf Platz 2: der ehemalige Außenminister Collin Powell, mit 254. Entgegen anderslautender Berichte wurde behauptet, dass es im Irak Massenvernichtungswaffen gebe und Saddam Hussein Verbindungen zur Al-Kaida unterhalte. Etwa Doubleyou himself: „Wir haben Massenvernichtungswaffen gefunden. Wir haben Labore zur Herstellung biologischer Waffen gefunden.“

Oase, Paradies. Für wen?

Nicht nur für Mafia-Größen und Mächtige aus Hungerländern: Steuerhinterziehung ist im Mini-Staat Liechtenstein (weniger als die halbe Fläche von Wien) kein Strafdelikt. Ein paar Landesdaten …

0 Bahnhöfe
15 Banken
400 Investmentfirmen
34.000 Einwohner
45.000 Stiftungen
75.000 Briefkastenfirmen

Gut in der Form

Das klassische Problem für private Köche und Köchinnen: Die Gäste sind da – und wollen begrüßt werden, Blumen müssen gewässert und mitgebrachte Weine gelobt werden, Aperitifs und erste Häppchen, die den Einstieg in einen gelungenen Abend bedeuten, wollen gereicht werden. Blöd, wenn man aber dann gerade damit beschäftigt ist, den Speck für die Vorspeise anzurösten, und keine Sekunde vom Herd weg kann, weil er sonst zu dunkel wird. Das führt zum Alptraum jedes Gastgebers: Die Gäste machen sich in der Küche breit, inspizieren Kühlschrank, Herd und Messersammlung und geben wahnsinnig hilfreiche Tipps, die wir in dieser Situation nicht, aber auch gar nicht hören wollen.
Eine Möglichkeit, dass es gar nicht so weit kommt, ist Essen vom Caterer. Oder besser: Man besinnt sich einfach seines Backrohrs und hat Zeit für die Gäste. Denn Aufläufe und Gratins lassen sich vorbereiten und ins Rohr schieben, sobald die Ersten anläuten. Dass bei überbackenen Makkaroni nicht Schluss sein muss, beweist ein neues Buch aus dem AT Verlag. Die Rezepte stammen von Andreas Neubauer, der etwa bei Molekularkoch Ferran Adrià oder dem wohlbekannten Johann Lafer werkte, und sind allesamt leicht nachkochbar. Da finden sich zunächst Aufläufe im klassischen Sinn, etwa ein Knödelgratin mit Tomaten und Mozzarella, ein Kartoffelpüree-Gratin mit Tomaten und Fleischbällchen oder ein Bratwurst-Sauerkraut-Gratin. Es folgt pikant Überbackenes wie Lachsforellenfilets mit Meerrettichkruste oder Spargel-Canneloni, und auch für die Nachspeise kann das Backrohr gleich aufgedreht bleiben: Kokos-Milchreis-Soufflé, Schokoladen-Nuss-Auflauf mit Gewürzbirne oder Honigfeigen, mit Milchreis gefüllt. Nichts umwerfend Außergewöhnliches also, aber doch die eine oder andere frische Idee. Das Kapitel „Grundrezepte“ liefert Anleitungen für verschiedene Krustenmassen zum Gratinieren, etwa mit Pesto oder Tapenade, der köstlichen Olivencreme.
Was wir an diesem Buch besonders mögen, sind drei Dinge: Zum einen das Format. Schmal und hoch – das Kochbuch liegt dank dem festen Einband gut in der Hand. Dann die Bilder. Sie stammen von Michael Wissing und sind angenehm schlicht gehalten. Und schlussendlich die Tatsache, dass es zu jedem Rezept ein Bild gibt.
Fazit: Ein brauchbares und sowohl haptisch als auch inhaltlich handliches Kochbuch mit Rezepten, die avancierteren Köchen vielleicht nicht genügen, für Neulinge am Herd jedoch gute Ideen und Anleitungen bieten.

Rezepte (im PDF Format):
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Andreas Neubauer, Michael Wissing:
Gratins

Raffiniert Überbackenes, herzhafte Aufläufe, luftig-leichte Soufflés.
AT Verlag, 111 Seiten
17,90 Euro


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