Kinder „schlecht für die Erde“

Eine Studie des britischen Optimum Population Trust ruft Familien dazu auf, weniger Kinder in die Welt zu setzen. Nur zwei statt drei Kinder zu haben bedeute, so die Autoren, eine Reduktion des durch die Familie bedingten Kohlendioxid-Ausstoßes in der Größenordnung von 1.240 Trans-Atlantik-Flügen pro Jahr. Professor John Guillebaud vom University College London: „Wer eine Familie plant, sollte über die ökologischen Auswirkungen dieses Schrittes nachdenken. Ganz besonders in den Industrieländern, da dort die Kohlendioxid-Emissionen wesentlich höher sind als in armen Staaten.“
Offen bleibt die Frage, ob man sich in Zukunft für jedes Kind „Emissionsrechte“ wird kaufen müssen …

„Strenge Kontrollen sind Märchen“

Die Meldung, dass nach einer Untersuchung des RELAX Guide nur jeder fünfte Wellnesshotelpool den gesetzlichen Hygienestandards entspricht, löste bei Hotelierverband und Wirtschaftskammer höchst seltsame Reflexe aus: Die Interessensvertreter sprachen in der Folge von „unseriöser Studie“, von „PR-Gag“ und davon, dass „bisher keine durch das Badewasser bedingten Krankheiten“ bekannt geworden seien. Begründet wurde die „einwandfreie Qualität“ von Hotelpools mit „strengen behördliche Kontrollen“, „strengen Strafen“ und „permanenten amtlichen Untersuchungen von Wasserproben“.

Weitere Recherchen zeigten nun, dass diese Aussagen – bestenfalls – Märchen waren. Denn die behördlichen Kontrollen werden ziemlich locker gehandhabt und nicht einmal flächendeckend durchgeführt. Dennoch wurden etwa 2005 österreichweit 17 Fälle der gefährlichen Legionellenverseuchung nachgewiesen, darunter einer in einem burgenländischen Wellnesshotel („massive Verkeimung“) sowie einer in einer Therme in Niederösterreich. Dennoch wurde keine Anlage geschlossen, auch wurde keine einzige Anzeige nach dem Bäderhygienegesetz erstattet.

Dass es ohne skandalöse Vertuschungsversuche auch geht, zeigt Deutschland. Auch hier wurden zahlreiche Hotelpools vom RELAX Guide überprüft. Der Geschäftsführer des Verbandes „Wellnesshotels Deutschland“, Michael Altewischer, bedankte sich bei RELAX Guide für die Aktion: „Endlich einmal eine unabhängige Institution, die das heikle Thema in die Hand nimmt. Sehr gut, weiter so!“

Mehr zum Thema: www.relax-guide.com

Ofenfrisch

Gleich vorweg: Dieses Buch hat unsere Erwartungen übertroffen. Bei Werken mit Titeln wie diesem, „Kreativ-Küche aus dem Ofen – Kochen wie die Profis“, muss die Rezensentenschaft einfach etwas anderes befürchten. Und zwar erstens, dass das vorliegende Buch wieder eines jener Projekte sein würde, für die Rezepte wahllos aus anderen Werken zusammengetragen und leicht abgeändert wurden, um auf der „Einfach-kochen“-Welle möglichst viele Exemplare zu verkaufen. Zweitens, dass wie in den meisten Kochbüchern, die ein Küchengerät im Titel tragen, der ein oder andere Sponsor triumphierend auf den Fotos auftaucht. Oder – noch schlimmer – im Text, nach dem Motto: Nun fügen Sie unsere supercremige XXX-Margarine hinzu. Auch an den Attributen „kreativ“ und „wie die Profis“ könnte man die mittlerweile zweifellos angesetzte Staubschicht kritisieren.

Überraschenderweise lohnt sich aber im Falle des vorliegenden Buches ein aufmerksames Blättern durchaus: Dass mit der Firma Miele zusammengearbeitet wurde, erfährt man gerade einmal im Impressum. Die Fotos sind wunderbar gelungen, die Farben weder zu blass noch zu grell, der Fokus jeweils richtig gesetzt. Das nennt man appetitanregend!

Das größte Aha-Erlebnis liefern allerdings die Rezepte, die selbst für solche, die halbe Kochbuchhandlungen mit ihren Besitztümern füllen könnten, noch inspirierend sind. Gerade weil man sich anderes von einem Ofen-Kochbuch erwartet hat – á la Brokkoliauflauf oder überbackene Spiralnudeln (gähn).
Ein kleiner Auszug: Pikante Apfeltarte mit Entenleber und Rucola, Salsiccia-Strudel mit Roter Bete und Feigensenf, Jasmintee-Créme-brulée mit Gewürzorangen, karamellisierte Maracuja-Milchreis-Tarte oder Brotschnecken mit Petersilienpesto und Auberginen. Das Layout ist geradezu ungewöhnlich übersichtlich, je ein Rezept auf einer Seite, zum Großteil von ebenfalls ganzseitigen Fotos begleitet.

Ein Glossar sowie bebilderte Anleitungen zur Teigherstellung im Brotkapitel ergänzen dieses handliche und überaus brauchbare Kochbuch. Ach ja, den Urheber der Rezepte wollen wir nicht verschweigen, obwohl er nur ganz klein im Impressum genannt wird: Michael Koch. Nie von ihm gehört? Macht in diesem Fall gar nichts…

Rezepte (im PDF Format):

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Kreativ-Küche aus dem Ofen
Kochen wie die Profis
Zabert Sandmann, 240 Seiten
16,80 Euro


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