2000 Jahre chinesische Medizin

Eine Ausstellung im Linzer Nordico Museum
vom 15. November bis 17. April 2006

Gemeinsam mit der Chinesischen Partnerstadt Chengdu, eines der Zentren für die Traditionelle Chinesische Medizin, und der Stadt Linz zeigt die Ausstellung im Nordico Museum bis 17. April 2006 die Geschichte und Theorie der chinesischen Heilkunde.

Die chinesische Heilkunde ist in Ihrer Entwicklung und in ihren Verästelungen reichhaltiger und komplizierter als es die im Westen erscheinende Literatur vermittelt.

Der Münchner Medizinhistoriker Prof. Paul Unschuld ist einer der ganz wenigen Europäer, der die altchinesischen Schriften selbst übersetzen kann. Auf seinen Reisen nach Ostasien hat Prof. Unschuld eine einzigartige Sammlung von Büchern, Abbildungen und Objekten aus der Geschichte und jüngsten Gegenwart chinesischer Medizin zusammengetragen. Diese Sammlung bildet die Grundlage für die Ausstellung im Linzer Nordico.

Die Ausstellung soll ein besseres Verständnis für den Ursprung, die Geschichte und die gegenwärtige gesundheitspolitische Problematik der Chinesischen Medizin bewirken.

Die BesucherInnen sollten nach einem Rundgang durch die Ausstellung in der Lage sein, seriöse Anbieter von weniger seriösen zu unterscheiden, und die Möglichkeiten und Grenzen der chinesischen Medizin für sich selbst zu entdecken.

Link:tcm.nordico.at

BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG

Donnerstag, 9. Februar 2006
Selbshilfe durch Tuina
Vortrag von Prof. Dr. Niu Zuzhi

Donnerstag, 16. Februar 2006
Magen-Darm-Erkrankungen und Beschwerden aus der Sicht der TCM
Dr. Herbert Berkemeier
Facharzt für Anesthesiologie, allgemeine Intensivmedizin und Schmerztherapie, Chinesische Medizin.
1995 Ausbildung in Neuraltherapie und Akupunktur sowie in TCM. 2000/01 Spezialausbildung an der Universität Shandong als auch Shangli-Klinikum und Universitäts-Klinik für TCM in verschiedenen Disziplinen (Qu Gong, Tuina, Schröpfen etc.) Seit 2000 niedergelassener Facharzt in Wien.

Eintritt für alle Veranstaltungen pro Person 6,– Euro.

Empfehlenswerte Wellnesshotels in Österreich mit TCM:

Der Steirerhof
Österreich – Bad Waltersdorf, 4 Lilien
www.dersteirerhof.at

Quellenhof
Österreich – Leutasch, 3 Lilien
www.quellenhof.at

Unberührt

Abseits vom Massentourismus: Vietnam ist schön.
Und das Life Resort Quy Nhon eine der schönsten Spa-Oasen
des Landes.

Momente sind Kostbarkeiten in Vietnam. Der Kaiser ließ sich einst
jeden Morgen Tee aus Tautropfen zubereiten, die von seinen
Dienern auf Lotusblättern gesammelt wurden.

Mit ähnlicher Behutsamkeit,
wie des Kaisers Diener einst
agierten, wurde 2003 auch das
126 Betten zählende Life Resort
Quy Nhon errichtet. Es liegt in
einer abgeschiedenen Bucht
am Südchinesischen Meer,
neben einem kleinen Fischer-
dörfchen, etwa 15 Autominuten
außerhalb der Stadt.

Ganz der lokalen Tradition verpflichtet, gelang es, architektonische
Elemente der Cham-Kultur aufzugreifen und das Resort so in die
Umgebung einzufügen, dass es wie hineingewachsen wirkt. Die Natur
ist eingebunden in die gesamte Architektur. Gläserne Duschen, von
denen aus man den Blick über die Bucht gleiten lassen kann, erlauben
gleichzeitig mit der körperlichen Reinigung eine geistige; selbst auf
dem Massagetisch vermag der Blick auf das weite Meer noch die
letzten Reste an Verspannungen in die Ferne zu ziehen.
Die trockene Sauna lässt anfängliche Vorbehalte gegen die scheinbare
Widersprüchlichkeit im Namen bald verstummen. Eingegraben in eine
40 Grad warme Mischung aus einer Hälfte Salz und einer Hälfte Sand,
mag es anfangs einen inneren Disput zwischen klaustrophobischen
Ahnungen und einer wohltuenden Schwere geben.

Bald ist jedoch das
Schlagen des eigenen Herzens die einzige Schwingung, die der Sand
zulässt. Die Konzentration auf die Körpermitte schaltet alles Andere aus.
Es wird uns bewusst, dass wir im Besitz eines eigenen Gongs sind, der so gleichmäßig schlägt, dass wir nur auf ihn hören müssen, um alle Unruhe aus unserem Geist zu verbannen.

Das Zeitgefühl ging uns jedenfalls völlig verloren, und nach zwanzig
Minuten erschien es uns, als habe das Ende den Anfang überholt.
Mit der nun gepeelten Haut entsteht ein Gefühl, als sei auch der
letzte Rest an Stress abgestreift.
„Mit allen Sinnen“ ist hier sicher keine leere Formel, die lediglich im
Prospekt zu finden wäre. Das Auflegen von heißen Steinen, Yoga-
und Tai Chi-Sessions am Pool und Vierhandmassagen als Auswahl
aus dem Spa-Menü bestechen durch ihre Professionalität und lassen
eine fast mysteriöse innere Harmonie aufkeimen, die zu unterdrücken
der Körper nun keine Lust mehr verspürt.
Es kommt jedenfalls nicht von ungefähr, dass dieses Haus 2004 von
der „Vietnam Economic Times“ als bestes Wellnessresort Vietnams
ausgezeichnet wurde – und das, obwohl hier weder Fünfsternluxus
noch hohe Preise zu finden sind.

Duftbäder mit Blumen entsprechen der vietnamesischen Tradition,
anders als bei uns im Westen Blüten nicht nur als Tee oder Schmuck
einzusetzen, sondern in viele Bereiche des Lebens einfließen zu lassen
und gleich mehrere Sinne zu berühren.

Mit Lilienblüten etwa rundet man Fischgerichte ab, Bananenblüten
werden herausgebacken, Lotus- und Hibiskusblüten schwimmen in den
Badewannen. Vom Balkon aus lassen sich die Fischer beim Netze
auswerfen beobachten, die den Fang enthalten, der von den Köchen
zu heimischen Spezialitäten zubereitet wird.

Die vietnamesische Küche gilt mit ihren reinen Geschmäckern und dem
sagenhaft verschwenderischen Einsatz von Gemüse und frischen
Kräutern als die vielleicht gesündeste der Welt. Die Vitalität, die über
unseren Geschmackssinn aus diesem Essen in den Körper übergeht,
verbindet sich dort mit den Eindrücken aus anderen Sinneserfahrungen
zu einem Ganzen.
Merkwürdig: Der Boden scheint den Stress nicht zu reflektieren,
sondern zu absorbieren. Das Denken wird von den Sinnen, die sich
während des Aufenthalts in Quy Nhon wieder unserer Aufmerksamkeit
bemächtigen, sanft verdrängt. Unsere Sinne konnten bis ins Körperinnere
vordringen und sich dort einnisten. Es wird mit Sicherheit einige Zeit
dauern, bis sich die ersten Gedanken wieder heranwagen.

Weitere Informationen (auch über die Life Resorts Hoi An und Hue)
direkt unter der Wiener Telefonnummer +43-(0)664-1001234
sowie auf www.life-resorts.com

Genial Italienisch

Jamie Oliver in Action
Der neue Jamie Oliver ist da! Kein anderer Koch schafft es, dass seinen neuen Büchern wie Romanen entgegen gefiebert werden. „Genial Italienisch” stellt dabei sogar seine Vorgänger in den Schatten.

Mit einem alten VW-Bus und einem speziellem Kochanhänger ist der Starkoch von der Toskana bis nach Sizilien quer durchs Land gefahren um bei Mammas, Nonnos, Fischern und Bäckern einen Blick in den Kochtopf zu werfen. Mitgebracht hat er dabei über 120 Rezepte aus der traditionellen Küche verschiedenster Regionen: die leckersten Antipasti und Salate, selbst gemachte Pasta, klassische Hauptgerichte und unwiderstehliche Dolci nach den Geheimrezepten der italienischen Mammas. Verblüffend an Genial italienisch ist, dass man nach der Lektüre denkt: Was ein Starkoch kann, das kann ich auch! Grund dafür sind die einfach gehaltenen Rezepte, ein unprätentiöses Herangehen an die Gerichte und die fast beiläufigen Beschreibungen dessen, was zu tun ist. Eingestreut sind immer wieder Mahnungen des Meisters, Saisonprodukte zu kaufen und lieber weniger, aber dafür besseres Fleisch zu essen – und zwar unbedingt aus dem Bio-Laden!
Zusammen mit den sehr persönlichen Gedanken von Jamie Oliver und den stimmungsvollen Fotos fängt man ganz besondere Eindrücke von Bella Italia ein – man riecht den Rosmarin und das Spanferkel, hört die temperamentvollen Rufe der Fischhändler und hat den süßen Geschmack von reifen Tomaten auf der Zunge.

Bon Appetito!
Jamie Oliver: „Genial Italienisch“
Dorling Kindersley Verlag, 336 Seiten
über 160 Farbbilder
24,90 Euro


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