Genuss statt Konsum

„Wer nicht genießt, wird eher krank.”

Die Wahrnehmung verfeinern, Muße kultivieren, bewusst genießen statt wahllos konsumieren.

Wir leben in einer Gesellschaft, in der wir ständig unter Druck stehen. Multi-Tasking ist das Modewort dafür, zu deutsch – Vergleichzeitigung.

Wir konsumieren immer mehr und genießen immer weniger – wir sind oberflächlich statt aufmerksam. Wir essen, trinken, reden, telefonieren, schauen fern und dennoch bleibt wenig davon hängen – wir machen alles gleichzeitig statt hintereinander doch nur dann, wenn ich die Dinge hintereinander, ganz bewusst aufmerksam und mit wachen Sinnen mache, dann erst stellt sich auch der Genuss ein. Durch Genussmomente wird die Lebensqualität gesteigert, denn sie helfen uns zu entspannen – und machen auch glücklicher.

Eine Zen-Geschichte

Buddha erzählte einmal folgende Parabel:
Ein Mensch, der über ein Feld ging, stieß auf einen Tiger. Da rannte er vor dem Tiger davon und kam zu einem Abgrund; dort klammerte er sich an einer Wurzel von wildem Wein an und baumelte so über der Tiefe. Der Tiger fauchte von oben. Vor Angst zitternd blickte der Mensch hinunter und sah in der Tiefe einen anderen Tiger, der ihn verschlingen wollte. Nur der Weinstock hielt ihn. Zwei Mäuse, die eine weiß, die andere schwarz, begannen, Stückchen für Stückchen von dem Weinstock anzunagen. Der Mensch entdeckte neben sich eine wunderschöne Erdbeere. Mit einer Hand den Weinstock umklammernd, pflückte er mit der anderen die Erdbeere. Wie süß diese schmeckte!

Warum soll ich meine Sinne trainieren?

Um sich in der „Kunst des Genießens” zu üben und seine Sinne wieder wachzurütteln. Dann tritt Genuss automatisch an die Stelle von oberflächlichem Konsum. Dem Einzelnen bringt das einen großen Wohlfühlfaktor und ein wunderbares Glücksgefühl – man erlebt vieles intensiver, aufmerksamer und erkennt plötzlich, dass man lebt! Studien belegen, dass Genießer heiterer, lockerer und motivierter sind und über eine höhere Lebenserwartung verfügen.

Wie kann ich meine Sinne trainieren?

· Nehmen Sie sich Zeit und schalten Sie Ihr Handy ab.
· Hören Sie den Worten Ihres Gesprächpartners aufmerksam zu, beobachten Sie Mimik und Gestik.
· Riechen Sie an den Speisen, war da nicht etwas Basilikum, etwas versteckt auch Thymian?
· Lassen Sie alles so richtig auf der Zunge zergehen, Sie spüren wie sich das Aroma entfaltet, die Süße mit der Säure eine harmonische Einheit bildet. Sie genießen.
· Wiederholen Sie diese Übung, Sie werden bemerken, wie Sie wachsamer, aufmerksamer werden und ganz nebenbei genießen.

Tipps der Redaktion des RELAX Guide für die Schulung Ihrer Sinne:

Seminartipp:

Sinnesschulung für Genießer

Man lernt spielerisch seine „vernachlässigten“ Sinne Geruch, Geschmack und Tastsinn wieder zu schärfen. Erschnüffelt Gerüche, geht seinen Stimmungen nach, erkennt Geschmäcker, lernt Produkte wirklich zu unterscheiden, fühlt sich in andere hinein. Nimmt sich auch Zeit für die „dominanten“ Sinne Sehen und Hören. Sieht unentdeckte Details und trainiert Hören und Zuhören.

Freitag 23. bis Samstag 24. September 2005
Alpenhotel Gösing.
Der Preis beträgt 321,- Euro und beinhaltet sämtliche Kosten.

Samstag 1. Oktober 2005
Loisium, Langenlois
Tagesschulung 175,– Euro

Weitere Informationen: www.opensense.at.

Buchtipp:

Gero von Randow
Genießen eine Ausschweifung

„Der Genießer schafft sich eine Welt, in der er immer wieder Schönes entdeckt, die ihm immer wieder eine Lust sein kann, die ihn immer wieder beschenkt. Das kann man lernen, es fällt nicht schwer, verlangt nur ein bisschen Übung, Aufmerksamkeit für die Einzelheiten, Liebe zum Detail“

240 Seiten, dtv Verlag
Preis: 9,50 Euro


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Luxury Island

Lombok ist eine kleine, naturbelassene Insel im Indischen Ozean. Mit menschenleeren Bilderbuchstränden. Und einer besonderen „Luxusinsel“: Dem Resort „The Oberoi“. Die Segel der Auslegerboote sprenkeln das Meer mit buntgestreiften Ausrufezeichen. Türkisblau schlagen die Wellen an den feinsandigen, weißen Strand. Die Luft ist feucht, heiß und voll von feinen Düften. Im Palmenwald zirpt, schnattert, quakt und zwitschert es, Blätter und Zweige bewegen sich wie von unsichtbarer Hand. Und aus Bergdörfern in der Ferne mischen sich Trommelklänge in den Wind.

Kamal zieht sein Boot an Land, wendet den Blick und spricht ein stilles Gebet. Zwanzig Jahre hat er auf dem Wasser verbracht, vor dem Riff, das die einsamen Buchten vor hohen Wellen und gefährlichen Strömungen schützt, in den Korallengärten rund um die drei kleinen Gili-Inseln, oder weit draußen am Meer zwischen Bali und Lombok, die nur 35 Kilometer Luftlinie, aber ein 3.000 m tiefer Graben trennt. Und zwanzig Jahre touristischer Zeitrechnung.

Denn Lombok ist erst vor kurzem aus seinem Dornröschenschlaf geweckt worden. Wachgeküßt von Besuchern, die dem Charme der Langsamkeit unterlegen sind. Und dem Reiz der Authentizität.
Auf schmalen, ungeteerten Straßen zuckeln auch heute noch Cimodos dahin, kleine Pferdekutschen, in denen alles transportiert wird, was auf Lombok Wert hat.

Die traditionellen Sasakdörfer mit ihren Reisspeichern, Palmenstrohhütten und aus Lehm gestampften Wegen wirken wie aus einem Skizzenbuch des Naturforschers Alfred Russel Wallace, der schon vor mehr als 150 Jahren von der Fülle der Farben und Formen Lomboks zutiefst beeindruckt war.
Und über allem thront der in Wolken gehüllte, 3.725 m hohe Gipfel des Vulkans Gunung Rinjani, den nicht nur Lomboks Ureinwohner, die moslemisch-animistischen Sasak, sondern auch die eingewanderten Hindus für den Sitz der Götter halten.

Majestätisch genug wäre er. Besonders wenn man ihn aus der Entfernung betrachtet. Etwa von der Poolterrasse im Hotelpalast „The Oberoi“, wo man mit einem fruchtigen Cocktail in der Hand darauf wartet, daß die letzten Strahlen der Sonne das Wolkenmeer in sattes Gelb-Rot tauchen.
Wollten die Götter Urlaub machen, würden sie wohl in diese Bucht heruntersteigen. Sich mit Blumenketten und erfrischenden Getränken in der offenen Lobby, deren spitz zulaufendes Dach von sechs mächtigen Säulen aus Kokosholz getragen wird, begrüßen lassen.

Einen Blick auf die kaskadenförmige Wasserlandschaft werfen, die mit der Weite des Indischen Ozeans zu verschmelzen scheint. Um sich vielleicht dann darüber zu streiten, ob sie lieber in einem der dreißig luxuriösen Terrassen-Pavillons bleiben oder in einer der zwanzig elefantengrasgedeckten „Gartenvillas“, die mit ihren überdachten Dinner-Separées und privaten Pools hinter steinernen Mauern wie kleine Tempelanlagen inmitten eines traditionellen indonesischen Dorfes liegen.

Wer Action sucht, ist hier fehl am Platz. The Oberoi am elfenbeinfarbenen Medana Beach ist ein Ort der leisen Töne. Ein Ort zum Schwelgen, Sich-Fallen-Lassen. Auszeit für die Seele. Und eine Wohltat – nicht nur für die Augen.

Strelitzien, Orchideen und knorrige Frangipani-Bäume blühen hier üppig. Im Wellness-Tempel „The Spa“ sorgen zarte Mädchenhände mit Ölmassagen für Entspannung. Verwöhnen mit Mandi Lulur, einem Pflegeritual, mit dem einst in javanischen Königspalästen die Bräute auf ihr Hochzeitsfest vorbereitet wurden.

Wer nicht am Pool oder am Privatstrand bleiben will, läßt sich zu den Korallengärten bringen, wo winzige bunte Barsche zwischen den bizarren Verästelungen schwimmen und sich orangerote Clownfische in die wallenden Tentakel von Seeanemonen schmiegen.
Oder macht einen Tagesausflug kreuz und quer über die Insel, durch dampfenden Regenwald, vorbei an Kaffeeplantagen und Dörfern, in denen Korbwaren, Keramik und handgewebte Stoffe verkauft werden.
Doch wenn es Nacht wird über Lombok, trifft man sich wieder. Bei sanften Gamelan-Klängen, im eleganten Lumbung-Restaurant. Vielleicht aber auch am privaten Pool-Pavillion, wo dienstbare Geister ein romantisches Dinner for two servieren, während der Mond langsam über die Palmen hochsteigt.

Weitere Informationen über das Resort The Oberoi Lombok sowie über alle anderen Wellnesshotels auf den Inseln Bali und Lombok erhalten Sie im Internet unter:
www.relax-guide.com

Heilsame Nahrung

ist Essen für die Zukunft! Aber mit Genuss!

Von Sohyi Kim, René Wenzl und Christian Matthai

Es gibt viele Nahrungsmittel, die nicht nur gut schmecken, sondern auch großen Einfluss auf die Gesundheit haben. Wir haben daher viele Möglichkeiten, unsere Gesundheit durch richtige Ernährung positiv zu beeinflussen. Das führen in diesem Buch die Autoren – die Ärzte René Wenzl und Christian Matthai und Kochkünstlerin Sohyi Kim – eindrucksvoll vor.

René Wenzl und Christian Matthai haben sich intensiv mit Studien auseinander gesetzt, die die Wirksamkeit vieler Nahrungsmittel und Gewürze bei bestimmten Krankheiten belegen – z. B. Hühnerfleisch ist gut für die Gelenke, Curry beeinflusst die Cholesterinwerte und Chili stärkt die Immunabwehr.

In 14 Kapiteln wird die Wirkung bestimmter Nahrungsmittel bzw. deren Inhaltsstoffe auf unsere Gesundheit zum Teil anhand praktischer Beispiele dargestellt. Sohyi Kim steuert zu den einzelnen Kapiteln mit insgesamt 35 Rezepten ihr Ernährungs-Know-how und ihre gewohnte Innovations- und Experimentierfreude bei. Heilsame Nahrung ist für sie auch das, was wir in Zukunft essen werden. Und sie tritt im Buch den Beweis an, dass richtige Ernährung „ein genussvolles Fest für alle Sinne” sein kann.
Ihre Rezepte sollen – wie schon in ihrem ersten Buch – eine Anregung sein und die Lust an richtiger Ernährung wecken!
„Man muss nur neugierig sein und sich kreativ mit den Produkten auseinander setzen, dann schmeckt auch gesunde Küche ausgezeichnet!”

Sohyi Kim

ist Spitzenköchin und Meisterin der experimentellen multikulturellen Cross-over-Küche. Geboren und aufgewachsen in Südkorea, kam sie mit 19 Jahren nach Wien, wo sie zuerst ein Modestudium abschloss.
Mitte der 90er eröffnete sie ihr erstes Lokal, einen kleinen Japaner. Nebenbei machte sie sich mit Gastro-Consulting, Produktentwicklung, Koch-Kursen und Ernährungs-Seminaren einen Namen in der Gastronomiebranche. Der kulinarische Durchbruch folgte 2001 – mit Eröffnung ihres Restaurants „Kim kocht”. Anfang 2004 eröffnete sie ihr „Kim kocht”, Shop & Studio, in dem Takeaway-Speisen, Produkte und Zutaten aus eigener Herstellung und Kochkurse angeboten werden. 2004 erschien auch ihr erstes Kochbuch, mit dem sie den „World Cookbook Award” für das weltbeste asiatische Kochbuch gewann. Seit 2001 wurde sie mit zahlreichen Gastronomiepreisen ausgezeichnet.

Univ.-Prof. Dr. med. René Wenzl
Ist Frauenarzt und trägt das Diplom für Ernährungsmedizin der Österreichischen Ärztekammer. Er arbeitet als stationsführender Oberarzt an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde der Medizinuniversität Wien sowie in seiner eigenen Ordination.
Schon seit Jahren faszinieren den leidenschaftlichen Hobbykoch innovative Rezeptkreationen sowie der Einfluss unserer Nahrung auf die Gesundheit. Besonders beeindruckt ihn, dass man durch richtige Ernährung gesünder leben und möglicherweise statt nebenwirkungsbehafteter Medikamente einfach „Heilsame Nahrung” einsetzen kann.

Dr. med. Christian Matthai
Der 1975 in Berlin geborene Arzt, studierte zusätzlich 2 Jahre Ernährungswissenschaften und absolvierte mehrere Auslandsaufenthalte an den renommierten Universitäten Yale (USA), Monash (AUS) und Charité (D). Neben zahlreichen Zusatzqualifikationen besitzt Dr. Matthai das Diplom für Ernährungsmedizin der Österreichischen Ärztekammer und beschäftigt sich intensiv mit orthomolekularer Medizin. Zur Zeit ist der Autor an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde tätig.

Kim, Wenzl, Matthai. Heilsame Nahrung
Kneipp-Verlag
204 Seiten, durchgehend farbig, Format 21 x 21 cm, ISBN 3-7088-0030-3
Fotos: Thomas Apolt
Ab sofort im Buchhandel erhältlich!
Preis: 19,90 Euro


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