Rebsorten

Die wahren Helden der Weingeschichte!

Die Rebsorten der Neuen Welt (Chile, Argentinien, Kalifornien, Südafrika, Neuseeland, Australien) stammen großteils aus der Alten Welt. Doch erst in der neuen Umgebung erlangten viele von ihnen ungeahnte Größe. Viele dieser Rebsorten haben Sie wahrscheinlich schon kennen gelernt und verkostet. Woher die Rebsorten genau kommen und wer ihre „Eltern“ waren, können Sie hier nachlesen.

Cabernet Sauvignon:
Gibt es auf der ganzen Welt. Es handelt sich um eine zufällige Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc, der Ursprung dürfte wohl im Bordeaux liegen. Heute eroberte sie die ganze Welt. Vorherrschende Aromen: Cassis, Paprika, dunkle Beeren. Sehr lagerfähige Weine, die zumeist im Eichenholz ausgebaut wurden.

Carmenère
Die alte Bordeauxrebsorte trat ihre Erfolgsreise nach Chile noch unter dem Namen „Merlot“ an. Erst vor kurzem wurden die Rebstöcke als Carmenère identifiziert. Geschmack und Aroma: Geringe Säure, süße Frucht, würzig, grüner Paprika, Kaffeee, Brombeeren, runde Tannine.

Chardonnay
Die berühmteste Weißweinrebsorte eroberte ebenfalls die ganze Welt. Kreuzung aus Pinot Noir und Gouias Blanc. Ursprung: Nordfrankreich. Besonders beliebt und geeignet für Kalifornien, Australien, Neuseeland und Chile. Chardonnay verfügt über ein gewaltiges Aromenspektrum von Apfel, Ananas, Banane über Honig bis Brot und Vanille (vom Eichenholz).

Chenin Blanc
Seit 1000 Jahren wird Chenin Blanc an der Loire vinifiziert, doch richtig berühmt wurde die Rebsorte erst in Südafrika. Dort erreicht die ertragreiche Sorte ein Viertel der gesamten Anbaufläche. Duft nach grünem Apfel, Marillen und Mango, eher mild in der Säure, allerdings kräftig im Alkohol. In letzter Zeit auch in Kalifornien sehr beliebt.

Malbec
Argentiniens Shooting Star stammt aus Südwestfrankreich und heißt dort Auxerrois oder Cot. Im Bordeaux wird er häufig in kleinster Menge für große Cuvées verwendet. In Argentinien gedeiht er ausgezeichnet, auch in Chile sehr beliebt. Sehr dunkle Farbe, Duft nach Zwetschken, Veilchen und Kräutern. Zumeist im Eichenholz ausgebaut, sehr gut lagerfähig.

Merlot
Die Bordeauxtraube ist weltweit ähnlich verbreitet wie Cabernet Sauvignon. Vor allem in Chile und Argentinien, aber auch in Kalifornien, Südafrika und Australien gedeiht sie gut. Sie weist auch ähnliche Geschmacksnoten wie der Cabernet auf, enthält jedoch etwas mehr Minzearoma und weichere Tannine.

Pinotage
Die Südafrikanische Züchtung aus Pinot Noir und Cinsault hatte ihre Geburtsstunde 1925 an der Universität in Stellenbosch. Sie vereint burgundische Aromen mit der frühen Reife der Cinsault. Aromen: Maulbeeren, Brombeeren, Holzrauch. Zumeist recht kräftiges Tannin.

Sauvignon Blanc
Sie stammt entweder aus dem Loiretal oder aus Südwestfrankreich. Heute ist sie auf der ganzen Welt verbreitet. Besonders gut gedeiht sie in Neuseeland, Südafrika, Kalifornien und Chile. Das Aromenrad bewegt sich von grünem Paprika über reife Stachelbeeren bis Marillen und Johannisbeeren. Meist mit lebhafter Säure unterlegt, ergibt das einen erfrischenden Speisenbegleiter.

Syrah/Shiraz
Australiens Paradesorte stammt aus dem Rhonetal. Sie benötigt einen kargen Boden, ist recht wuchskräftig und am besten, wenn der Ertrag gering ist. Sie ergibt die kraftvollen, fruchtbetonten Weine Australiens, ist aber auch in Kalifornien, Chile, Argentinien und Südafrika beliebt. Aromen: Schwarze Johannisbeere, Kräuter, Schokolade, Veilchen, Tabak, Leder, Oliven,……

Zinfandel
Zinfandel gehört zu Kalifornien wie Grüner Veltliner zu Österreich. Sie ist eng mit dem italienischen Primitivo verwandt. Beide stammen von der kroatischen Plavac Mali. Sie ergibt dichte, dunkle, sehr kräftige Weine mit Zwetschken-, Gewürz-, Schokolade- und Beerenaromen und ist sehr vielseitig kulinarisch einsetzbar. Manchmal wird sie auch als Rosé vinifiziert.

Ausserdem gibt es bei WEIN & CO den ganzen März über -25 Prozent Rabatt auf alle Weine aus der Neuen Welt. Solange der Vorrat reicht!


z.B. Pinotage 2001 von Simonsig
aus Südafrika

statt € 9,99 nur € 7,49

Der Wein wurde mit 89 Parker Punkten ausgezeichnet.

Bestellen: www.weinundco.at

Genuss mit Grenzen

Warum ist Lust überhaupt ein Laster? Wer hat das erfülltere Leben – der Asket oder der „Lüstling“?

Der Asket hat es bekanntlich nicht leicht – der wollüstige Mensch aber auch nicht. Beide sind getrieben von Leidenschaften – der Asket verzichtet bis zur Selbstaufgabe und erreicht dafür größtes Wohlbefinden. Der wollüstige Mensch dagegen findet keine Erfüllung, ganz gleich, welchen sexuellen Praktiken und Genüssen er sich auch aussetzt.

In unserer Wohlstands- und Spaß-Gesellschaft kehrt die Lust auf Askese zurück – mindestens jeder vierte Österreicher und Deutsche reduziert nach Feiertagen und in der vorösterlichen Fastenzeit seinen Fleisch- und Alkoholkonsum.

Klosterurlaube sind ausgebucht, Fastenkurse und Meditationsangebote heiß begehrt. Versenkung, Reinigung und Horizonterweiterung heißen die Praktiken einer neuen Askese. Der Aschermittwoch der Wohlstandsgesellschaft scheint angebrochen, dem jahrzehntelangen Karneval will nun eine Fastenzeit folgen. Doch die asketische Revolte gegen die Massenkultur ist eine Verzweiflungstat. Auch Sackleinen und Rohmilch lassen das heimatlose Selbst nicht zur Ruhe kommen. Weder Extremsportarten noch Erlebnisurlaube bieten mehr als einen flüchtigen Kick. Und Fitnessgeräte und Nulldiät mögen vielleicht von der Schwere des Körpers befreien – doch alle Anstrengung und Enthaltsamkeit mündet nicht in die ersehnte Leichtigkeit des Seins.

Das Bedürfnis nach Differenz und Exklusivität läßt sich offenbar im Konsum nicht mehr befriedigen. Der Asket wird zum heimlichen Ideal des Wohlstandsbürgers: Nicht im Außen, sondern im Innen, nicht in den Waren, sondern im Wahren sucht er nun sein Heil.

Epikur, der philosophische Gegenspieler Platons (341 – 270 v. Chr.), meinte: Es ist nicht möglich, lustvoll zu leben, ohne dass man vernunftgemäß, schön und gerecht lebt, noch vernunftgemäß, schön und gerecht ohne lustvoll zu leben. Wer dies nicht besitzt, der kann nicht lustvoll leben.

Moderne Hedonisten sollten sich von Epikur belehren lassen: Skeptische Distanz zu den Bedürfnissen, die sich aus Werbung, Mode und Prestige speisen – eine aufgeklärte Lebenshaltung eben – sie bedingt den Genuss. Grenze, Maß und Reduktion sind Konditionen jener Seelenruhe, die Epikur vorlebte.

Glauben Sie uns: Auch in der Askese kann man Lust verspüren – man muss es nur ausprobieren.

Buchtipps

Axel Michaels: Die Kunst des einfachen Lebens
Eine Kulturgeschichte der Askese, Verlag C.H. Beck
Preis: 11,90 Euro


Buch bestellen

Andrea Brown: Sex oder Liebe?
Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis: 12,00 Euro


Buch bestellen

Reimer Gronemeyer: Die neue Lust an der Askese
Rohwolt Berlin
Preis: 9,50 Euro


Buch bestellen

Fasten und Geniessen?

Es scheint ein Widerspruch zu sein: Der Geniesser isst und trinkt, wonach ihm der Sinn steht, wer fastet hingegen verbietet sich selbst jeglichen Genuss. Falsch!

Wer fastet, verzichtet freiwillig auf Genussmittel und – für einen begrenzten Zeitraum – auf feste Nahrung. Da bleibt aber noch ein ganzes Universum an Dingen übrig, die man geniessen kann! Ein Blick zurück in die Geschichte des Fastens und quer durch die verschiedenen Kulturen macht deutlich, wie das Fasten seit jeher eingesetzt wird, um das Bewusstsein zu erweitern.

Nicht nur, wenn man überzählige Kilos loswerden will: Fasten ist auch für Schlanke eine bereichernde Erfahrung. Wie die Fastenwoche abläuft und wie man die Aufbautage gestaltet, wird in diesem Buch fundiert erklärt. Vielen vergeht der Appetit spätestens beim Blick auf Fastenrezepte. Dabei muss, was gesund ist und dem Körper wohl tut, nicht unbedingt unsinnlich sein: Ein schlichter Apfel kann anregender sein als eine Schokoladetorte, eine Suppe kann verführerischer duften und aussehen als ein Schweinsbraten. Es kommt nur darauf an, wie man die Dinge präsentiert.

Mit einem Vorwort von Johanna Maier und Fastenstatements – u. a. von Julia Stemberger und Abt Joachim Angerer.

Die Autorin
Ulrike Bittner, geboren 1968 in Klagenfurt, studierte Fremdsprachen sowie Exportwissenschaften und promovierte in Organisationspsychologie an der Universität Wien. Als ausgebildete Fasten- & Gesundheitstrainerin steht sie heute der Österreichischen Gesellschaft für Gesundheitsförderung (GGF) vor. Ihr besonderes Anliegen ist es, den Beweis zu erbringen, dass ein harmonischer, ökologisch-biologischer Lebensstil durchaus mit einem aufreibenden Job im Management zu verbinden ist.

Rezepte (im PDF Format):
Download

Fasten für Geniesser
112 Seiten mit ca. 90 Farbabbildungen
Pappband mit vierfärbig bedrucktem Überzug
ISBN 3-85498-241-0
Preis: 25,– Euro

Buch bestellen