Düfte für das seelische Gleichgewicht

Ätherische Öle

Gemütlich auf der Couch mit einem guten Buch und einer Tasse Tee, im Hintergrund zum ersten Mal „It’s Beginning To Look A Lot Like Christmas“ und ein Hauch von Zeder, Nelke und Ylang-Ylang in der Luft. Wohlfühlatmosphäre und Good-Vibes – das brauchen wir nicht nur in diesen herausfordernden Zeiten, sondern ganz besonders, wenn die Tage kürzer werden.

Ätherische Öle

Sie reinigen die Raumluft, heben die Stimmung und heilen sogar Krankheiten. Und sie riechen gut: vorausgesetzt, sie sind auch wirklich natürlich.

Lavendel von der französischen Mittelmeerküste, Orangen und Zitronen aus dem Herzen von Italien, Eukalyptus aus dem Norden Australiens oder Zimt, Kardamom, Anis und Nelken, wie sie in den Souks von Marrakesch feilgeboten werden. All diese herrlichen Düfte kann man sich heutzutage leicht und schnell ins Wohnzimmer holen: mit ätherischen Ölen. Und die können was! Vorausgesetzt, sie sind echt. Dann helfen sie uns zu entspannen, sie heben unsere Stimmung, wirken anregend oder verhelfen uns zu gutem Schlaf. Energetiker sehen in den ätherischen Ölen die Persönlichkeit, die Energie und die Seele der Pflanzen. Und jede Pflanze und somit das daraus gewonnene ätherische Öl hat eine eigene Wirkung. Sei es für die Heilung und Linderung von körperlichen Beschwerden, die Veränderung der persönlichen Stimmung oder die Reinigung der Luft von Bakterien. „Nicht selten könnte man durch den gezielten Einsatz von ätherischen Ölen auch den Antibiotikaverbrauch reduzieren“, weiß der Wiener Facharzt für Lungenheilkunde am Otto-Wagner-Spital, Dr. Wolfgang Steflitsch, der auch medizinischer Aromatherapeut ist.

Ätherische Öle

Ätherische Öle als traditionelle Hausmittel

Tagtäglich kommen wir auch unbewusst mit ätherischen Ölen in Kontakt. Etwa beim Kochen, wenn wir frische Zwiebeln aufschneiden. Verursacht durch die ätherischen Öle, die an der Schnittstelle der Zwiebel freigesetzt werden, beginnen unsere Augen zu tränen. Dies hat man früher regelmäßig und erfolgreich genutzt, um Erkältungen zu heilen, heute ist dieses effektive Hausmittel nur mehr wenigen Leuten bekannt und wird vor allem Kindern in Form eines Brustwickels mit Zwiebeln verabreicht. Dabei werden einige gehackte Zwiebeln auf ein feucht-warmes Tuch gegeben und auf der Brust fixiert. Die ätherischen Öle werden über die Haut aufgenommen und helfen so beim Überwinden der Erkrankung. Ausprobieren lohnt sich: Bereits am nächsten Morgen können die Kleinen schon deutlich leichter durchatmen!

Qualität und Reinheit sind die wichtigsten Grundlagen für die Wirksamkeit

Nicht überall, wo „ätherisches Öl“ drauf steht, ist auch 100 Prozent Natur drin. Da der Begriff „ätherisch“ lediglich vom griechischen „aither“ („Element des Lebens“) abgeleitet wird und nur aussagt, dass es sich um eine flüchtige, nicht erfassbare Substanz handelt, kann der Begriff „ätherisches Öl“ nicht geschützt werden. Dies nutzt die Industrie weidlich aus und verwendet in der Werbung „ätherisches Öl“ auch für rein synthetische Produkte, die man unbedingt vermeiden sollte.

Zur Unterscheidung werden ätherische Öle in drei Gruppen eingeteilt: natürlich, naturident und synthetisch.

Naturreine Öle werden zu 100 Prozent aus Pflanzen gewonnen, auf den Fläschchen sind sie mit „g&a“ gekennzeichnet – genuin (unverändert) und authentisch.

Natürliche Öle können aber auch aus mehreren verschiedenen 100-prozentig natürlichen Komponenten zusammengesetzt werden, wobei sich im Produkt dann eben nicht ausschließlich die namensgebende Pflanze befindet. Eine Mischung natürlicher Öle mit synthetischen Zusätzen bezeichnet man als natürlich/naturident (N/NI), wobei naturident nichts anderes heißt, als dass sie künstlich hergestellt sind.

Zu guter Letzt gibt es rein synthetische Öle, in denen – wie der Name schon verrät – absolut keine Natur steckt. Sie werden zur Gänze chemisch hergestellt, trotzdem ist es erlaubt, sie als ätherische Öle zu kennzeichnen. Von ihnen darf man sich keinesfalls positive Wirkungen wie Heilung, Wohlbefinden oder Gesundheitsförderung erwarten. Selbst zum Beduften von Räumen sollte man sie nicht verwenden, da sie unsere natürliche Geruchsempfindung gleichsam „verstellen“ und bei Kindern die Entwicklung des Geruchssinns behindern können.

Ätherische Öle

Naturreine Öle unterstützen unser Immunsystem

In der kalten Jahreszeit lassen sich durch Verwendung von ätherischen Ölen wie beispielsweise Eukalyptus, Latschenkiefer oder Fichte Halskratzen, virale Infekte und Entzündungen lindern. „In der Lungenheilkunde ist die Behandlung mit ätherischen Ölen sicher und zuverlässig, und zwar sowohl zur Vorbeugung als auch zur Therapie von bronchopulmonalen Krankheitsbildern“, resümiert Lungenfacharzt Steflitsch. Auch die Raumluft lässt sich mithilfe von ätherischen Ölen leicht reinigen. Gerade im Winter verbringen wir bis zu 80 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen, die wir zudem meist nur unzureichend lüften. Litsea oder Zeder reinigen mit ihren bakterien-, hefe-, schimmel- und milbentötenden Eigenschaften rasch die Raumluft. Und sie halten Allergieauslöser und Infektionsquellen fern. Zudem steigern sie unser Wohlbefinden und wirken sich positiv auf Gedächtnis, Motivation und Stimmung aus. Wunderbar!

Abnehmen, Appetitzügler, Fastenkuren Wacholder
Angst, Pessimismus und Nervosität Lavendel, Melisse, Orange, Weihrauch, Ylang Ylang, Zeder, Zitrone, Zypresse
Antriebslosigkeit, Arbeitsscheu,Desinteresse, mangelnde Lebensfreude Bergamotte, Eukalyptus, Kampfer, Kanuka, Lavendel, Melisse, Rose, Rosmarin, Schafgarbe, Ylang Ylang, Zirbe, Zypresse
Burnout Ingwer, Kardamom, Zitronengras, Orange, Rosmarin, Zitrone
Darmkrankheiten Basilikum, Ingwer, Lavendel, Myrte, Nelke, Thymian, Wacholder, Zimt
Depressive Verstimmung, Schock,seelischer Schmerz, Eifersucht, Trauer Arnika, Bergamotte, Lavendel, Melisse, Rose, Ylang Ylang, Zirbelkiefer
Duft Frühling Citronella, Krauseminze, Zitronengras, Pfefferminze, Zitrone, Zitronenmelisse
Duft Sommer Blutorange, Grapefruit, Lavendel, Limette, Lindenblüte, Rose
Duft Herbst Kiefer, Latschenkiefer, Rosenholz, Rosmarin
Duft Winter Fichtennadel, Geranium, Latschenkiefer, Mandarine, Nelke, Orange, Rosenholz, Sternanis, Zedernblätter, Zimt
Einschlafstörungen Kamille, Majoran, Lavendel, Melisse, Orange, Rosenholz, Sandelholz, Scharfgarbe
Erkältung, Infekte, Frieren Cajeput, Eukalyptus, Fichte, Kampfer, Latschenkiefer, Limette, Myrrhe, Myrte, Rosmarin, Sandelholz, Ysop, Zimt
Erschöpfung, schwere Glieder Bergamotte, Fichte, Koriander, Mandarine, Rose, Thymian, Wacholder, Zeder, Zirbe
Fieber Bergamotte, Eukalyptus, Ingwer, Kamille, Kampfer, Lavendel, Zitronengras, Orange, Rose, Zitrone
Halsschmerzen Bergamotte, Cajeput, Niaouli, Sandelholz, Zitrone
Immunsystemstärkung Minze, Rosmarin, Zitrone
Kopfschmerzen Ingwer, Lavendel, Melisse, Minze, Muskatellersalbei, Rose, Thymian
Kreuzschmerzen, Muskelschmerzen Cajeput, Eukalyptus, Fichte, Kampfer, Minze, Niaouli, Rosmarin, Wacholder, Zirbe
Lernstress, Gedächtnisstärkung Nelke, Niaouli, Rosmarin
Morgenmuffel Bergamotte, Lavendel, Melisse, Rose, Rosmarin, Ylang Ylang, Zirbe, Zitrone
Ohrenschmerzen Cajeput, Lavendel, Niaouli
Raucherentwöhnung Rosmarin, Sassafras, Schafgarbe, Zirbe
Schlaflosigkeit Baldrian, Hopfen, Jasmin, Kampfer, Neroli, Orange, Rosenholz, Sandelholz, Thymian,Wacholder, Ylang Ylang

Ätherische Öle als wohltuende Unterstützung bei Massagen

In jedem Wellnesshotel werden ätherische Öle für Massagen verwendet. In diesen mit Lilien ausgezeichneten Hotels bekommen Sie garantiert eine entspannende Wellnessmassage.

Die besten Massage-Verwöhnhotels

Natürlich sanft zur Haut

Reiters Resort Stegersbach

Besonders in der kalten Jahreszeit ist die Haut schnell gereizt und trocken. Mit der richtigen Pflege aus natürlichen Inhaltsstoffen können wir die Haut bei der Regeneration unterstützen.

Weniger ist mehr

Die Auswahl an Pflege für anspruchsvolle Haut ist groß, doch oft enthalten Produkte, die für sensible Haut geeignet sein sollen, irritierende Inhaltsstoffe wie Alkohol. Doch worauf sollte man bei der Wahl milder Hautpflegeprodukte achten? Vor allem bei sensibler Haut gilt es, Tenside, Alkohole und Duftstoffe zu meiden, da sie die Haut austrocknen und zu Irritationen führen können. Stattdessen sollte man zu Kosmetik greifen, die mit wenigen und dafür reizarmen Inhaltsstoffen zum Schutz und zur Regeneration der Hautbarriere beiträgt. Neben der richtigen Pflege ist ein bewusster Lebensstil mit gesunder Ernährung und ausreichend Schlaf unerlässlich für ein schönes Hautbild.

Heilkräfte aus der Natur

In hochwertiger Hautpflege sind wertvolle natürliche Inhaltsstoffe enthalten. Thermalwasser mit seinen heilsamen Eigenschaften sorgt für Festigkeit und Elastizität im Bindegewebe und unterstützt die hauteigene Balance. Algen enthalten Proteine, Mineralstoffe und Vitamine, die vor negativen Umwelteinflüssen sowie freien Radikalen schützen und die Haut revitalisieren. Eine hierzulande heimische Heilpflanze ist die hochalpine Speick-Pflanze, deren Öl über eine ausgleichende und beruhigende Wirkung verfügt.

Naturkosmetik mit 90-jähriger Geschichte

In dritter Generation geführt, steht das Stuttgarter Naturkosmetikunternehmen Speick für milde und natürliche Körperpflege mit den wertvollen Inhaltsstoffen der fast vergessenen Speick-Planze aus den Kärntner Nockbergen. Die Thermal-Sensitiv-Serie ist speziell für anspruchsvolle Haut formuliert, schützt vor negativen äußeren Einflüssen und stärkt die natürliche Hautbarriere. Die reizarme Produktpalette reicht von Gesichtspflege, über erfrischende Körperpflege, Deo bis hin zur Handcreme. Alle Produkte sind zudem vegan und dermatologisch getestet.

Speick Website

Das Geheimnis der Hundertjährigen

Die ideale Ernährung

In den sogenannten „blauen Zonen“ leben überdurchschnittlich viele Hundertjährige. Über die Ernährungsgewohnheiten der ältesten Menschen der Welt und welche Nahrungsmittel zu einem langen und gesunden Leben beitragen.

Nicoya, Costa Rica

Bis Ende des 20. Jahrhunderts ernährten sich die Bewohner der „blauen Zonen“ fast ausschließlich pflanzlich und von Lebensmitteln, die nicht industriell verarbeitet waren: Vollkorn, Blattgemüse, Nüsse, Knollen und Hülsenfrüchte. Das vermutlich gesündeste Frühstück der Welt ist das traditionelle costa-ricanische Gericht „Gallo pinto“ aus gekochten Bohnen, Paprika, Reis und Kräutern mit Mais-Tortillas. Bohnen kombiniert mit Mais liefern wichtige Aminosäuren, die nach neueren Erkenntnissen sogar der Zellgesundheit nützen – also wie ein natürlicher Jungbrunnen wirken.

Sardinien, Italien

Das Dorf Arzana auf Sardinien liegt in einer Region mit der weltweit höchsten Dichte von männlichen Hundertjährigen. Das liegt zum einen an der matriarchalen Gesellschaft, in der Frauen den familiären Stress schultern und zum anderen an der einfachen, traditionellen Ernährung. Eine sardische Minestrone gekocht aus Bohnen, Karotten, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten, Fenchel, Kohlrabi und Kräutern, getoppt mit Olivenöl enthält zahlreiche Vitamine und Ballaststoffe, die das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs vermindern. Im für die Region typischen Sauerteigbrot aus dem Ziegelofen, das zu jeder Mahlzeit gereicht wird, sorgt die durch Hefe erzeugte Milchsäure dafür, dass die Kohlenhydrate viel langsamer in den Blutkreislauf gelangen als bei herkömmlichem Weißbrot.

Okinawa, Japan

Verglichen zu Amerikanern haben Bewohner der japanischen Insel Okinawa eine dreimal höhere Chance 100 Jahre alt zu werden – vor allem Krebserkrankungen kommen viel seltener vor. Eine typische Mahlzeit besteht aus vielen kleinen Gerichten auf Pflanzenbasis aus 50 verschiedenen Zutaten, wovon die Hälfte nur in Okinawa zu finden ist. Dazu gehören etwa Tofusuppe, Karottensalat, gekochter Farn und im Wok gebratene Papaya. Diese Ernährungsweise ist besonders nährstoffreich und kalorienarm. Ein inseltypisches Gemüse ist die Bittermelone. Sie ist reich an Vitamin C und A, Folsäure sowie Antioxidantien, was Krebs vorbeugen kann, die Leber schützt und die Vermehrung von Bakterien hemmt. Gewürze wie Kurkuma sowie verschiedene Algenarten tragen ebenso zum Schutz vor Krebs, Herzleiden und Demenz bei.

Loma Linda, Kalifornien

Die Religionsgemeinschaft der Siebten-Tags-Adventisten orientiert sich bei ihrer pflanzenbasierten Ernährungsweise an Speisevorschriften aus der Bibel. Eine große Gemeinde der protestantische Freikirche befindet sich in Südkalifornien. Die Lebenserwartung der hiesigen Gläubigen liegt um bis zu 7,3 Jahre höher als im kalifornischen Durchschnitt. Auf dem Speiseplan stehen vorwiegend Vollkornprodukte, Obst, Nüsse und Gemüse – gemieden werden hingegen Fleisch, Fett, Gewürze, Zucker und Salz. Wissenschaftler fanden heraus, dass Adventisten, die sich rein pflanzlich ernähren, eine um 12 Prozent niedrigere Sterberate aufweisen als gleichaltrige, die regelmäßig Fleisch verzehren.

Die traditionellen Ernährungsweisen in den „blauen Zonen“ verbindet eine pflanzliche Vollwertkost aus Getreide, Blattgemüse, Nüssen und Hülsenfrüchten – die vier Säulen für ein langes und gesundes Leben.

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