Wellness für Hühner?

Grüne Wiesen so weit das Auge reicht, frische All-Inklusive-Verpflegung und ein eigener Wellnessbereich – Erholung pur. Die Rede ist dieses Mal aber nicht von einem Lilien-Hotel, sondern von einem Wohlfühlparadies für Hühner.

Ja, Sie haben richtig gelesen. Inmitten frischer grüner Wiesen befindet sich im niederösterreichischen Wienerwald ein Schlaraffenland für Hühner. Den Tag verbringen die Tiere an der frischen Luft, zupfen Klee und andere Blätter. Am Abend geht es in das geschützte Wohnmobil als Schlaf- und Rückzugsraum. Dort befindet sich auch der „Wellnessbereich“ zum Scharren und Sandbaden. Letzteres könnte auch als Kuriosität in so manchem Spa-Programm zu finden sein, sorgt aber bei der Hühnerschar für sauberes und von Ungeziefer befreites Gefieder. Alle acht Tage geht es in nur 5 Minuten ganz bequem im mobilen Stall auf die nächste Weide mit frischem und sauberen Gras. Das Ergebnis sind Eier von glücklichen Wellness-Hendln, die nicht nur gut schmecken, sondern dank tiergerechter Haltung mit frischem Grünfutter auch beste Qualität haben.

Eine Begegnung mit glücklichen Hühnern ist unseren Testern besonders in Erinnerung geblieben: Auf dem Weg zur idyllischen Bachsauna im Südtiroler Zwei-Lilien-Naturhotel Lüsnerhof trafen sie auf die hauseigene kleine Hühnerschar, liebevoll umsorgt vom 9-jährigen Hoteliers-Sohn David.

Bio-Wellnesshotels

Lüsnerhof

Foto: David – Lüsnerhof Naturhotel ****s (Lüsen, Südtirol)

Das teuerste Hotelzimmer der Welt

Unsere Tester haben es gefunden: Das teuerste Hotelzimmer der Welt. Es kostet mehr als 9 Trillionen Euro, genauer gesagt sind es 9.223.372.036.854.775.808,00 Euro – und das pro Person und Nacht!

Das teuerste Hotelzimmer der Welt

Es ist mit 26 m² enttäuschend klein, bietet aber immerhin einen direkten Ausblick auf den See. Inkludiert ist eine Halbpension und die Nutzung eines bescheidenen Wellnessbereichs, bei entsprechender Witterung steht auch ein netter Badestrand zur Verfügung.

Anbieter ist übrigens das Amerika Holzer, ein Vierstern-superior-Hotel am Klopeiner See in Kärnten. Gut möglich, dass es sich dabei um einen, na ja, Schreibfehler – oder, in der Hoffnung auf mediale Aufmerksamkeit, gar um einen Marketing-Gag! – handelt. Allerdings steht der Preis schon gut zwei Monate auf der Hotelwebseite. Gebucht haben wir das Zimmer zwar noch nicht, aber das Urteil unserer Tester ist schon jetzt einhellig: „Preis-Leistungs-Verhältnis buchstäblich konkurrenzlos.“

Jesus darf nicht auf den Esel!

Die Tierschutzorganisation Peta („People for the Ethical Treatment of Animals“) hat die Oberammergauer Passionsspiele aufgefordert, künftighin keine Tiere mehr auf die Bühne zu bringen.

Speziell „der Ritt eines erwachsenen Mannes auf einem Esel“ sei tierschutzwidrig. Deswegen solle Jesus „nicht mehr auf einem Esel reisen“, sondern sich mit „einem E-Roller oder mit einem anderen tier- und umweltfreundlichen Elektromobil fortbewegen“.

Veganer sind keine schlechten Menschen

Was wäre, wenn sich Fleischesser wie Veganer verhalten würden?
Der US-Comedian JP Sears präsentiert in seiner „Ultra Spiritual Life“-Episode Nummer 35 eine Wurst, die ein Gurkenersatz auf Fleischbasis ist.

Sie hat den Geschmack und die Konsistenz einer Gurke, ohne freilich eine Gurke zu sein. Sears sagt, er könne „niemals Pflanzen essen, die in Massenpflanzenhaltung unter unmenschlichen Bedingungen gezogen wurden“. Schließlich würde jede Pflanze „gegen ihren Willen“ in den Boden gesteckt und stünden jeder Pflanze nur weniger als 2,5 Quadratzentimeter Fläche zu.

Für Sears ist Fleisch die „spirituell fortschrittlichste Ernährung“. Die Welt sei viel sicherer, wenn wir die Tiere essen, die uns essen könnten. Weil er die Pflanzen nicht quälen will – „Sie produzieren Sauerstoff für uns, warum sollten wir sie essen?“ –, bestellt er dann bei einem verblüfften Kellner Tofu-Frühlingsrollen. Allerdings, so räumt er ein, esse er keinen Tofu. „Hätte Sie das bitte ohne Tofu?“ Egal, es müsse kein Steak sein. Mit einem Huhn etwa, wäre er auch zufrieden, „wenn Sie das mit Tofu-Geschmack hätten“. JP Sears resümiert: „Es ist ja nicht so, das Veganer schlechte Menschen sind. Es ist halt nur, dass sie schreckliche Menschen sind.“

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Bürokratie-Spaß in Schweden

Marie Palmgren, eine Frau aus einer Stockholmer Vorstadt, erhielt ein Paket von ihrer Freundin aus Großbritannien. Genau genommen war es ein Geschenk an ihren Hund Chaya, und so war das Paket auch adressiert: an Chaya Palmgren.

An der Poststelle wollte man ihr das Paket aber nicht ausfolgen, man bestand auf einen Ausweis – aber für den Hund! Also ging die Frau wieder nach Hause, um einen Nachweis zu suchen, der Chaya als ihren Hund bestätigte. Damit kehrte sie zurück zur Poststelle. Doch nun beharrte die amtseifrige Kassierin mit todernster Miene zusätzlich auf einer Unterschrift – des Hundes! Vorschrift ist Vorschrift! Nur: Wie soll das nur gehen? Das wusste sie freilich selbst nicht.

Nach eingehender Beratung mit der Filialleitung und einem längeren Telefonat mit der vorgesetzten Postdienststelle erschien sie mit einem Stempelkissen, und Chaya musste mit einem Pfotenabdruck „unterschreiben“. Freilich auf der Straße, denn Hunde waren in der Poststelle nicht erlaubt. Endlich durfte das Päckchen – es handelte sich um ein Spielzeug für Chaya – mitgenommen werden. Auf dem Weg zum Auto bekam Marie Palmgren starke Schmerzen im Brustkrob – vor lauter Lachen. Am meisten über die bedeutungsvolle Ernsthaftigkeit der Poststellenmitarbeiter.

Bitte auf die Sprache achten!

Eine wahre Begebenheit aus dem Wiener Café Hummel.

Es ist spät, die Sperrstunde naht. Eine pensionierte Germanistikprofessorin sitzt alleine beim Wein. Sie hatte sichtlich schon einiges getrunken. Sie ruft nach dem Kellner.
„Bitte … Herr Toni … noch ein Vierterl … vom Roten“.

Der Kellner Toni: „Geh, Frau Professor, sie ham jo eh scho gnua. Gengans do z’Haus.“
Die Professorin hebt den Zeigefinger und lallt entrüstet: „Bitte, es heißt … nicht zu Hause, sondern … nach Hause!“

Wichtige Termine 2017

Krise? Welche Krise? Im Gegenteil, es gibt doch 2017 jede Menge Gründe zum Feiern. Wir haben ein paar der wichtigsten Termine des neuen Jahres zusammengetragen. Bitte unbedingt vormerken!

21. Jänner: Tag der Jogginghose
6. März: Tag der Tiefkühlkost (von US-Präsident Reagan initiiert)
17. Mai: Weltfernmeldetag (von der Uno anerkannt)
27. Mai: Welttag des Purzelbaums
2. Juni: Welthurentag
19. September: Sprich-wie-ein-Pirat-Tag
15. Oktober: Welttag des Händewaschens (von der Uno beschlossen)
7. November: Magen-Darm-Tag
8. November: Internationaler Tag der Putzfrau
19. November: Welttoilettentag (von der Uno beschlossen)

Kleine Anmerkung: Logischer wäre es wohl gewesen, den Magen-Darm-Tag vor den Tag des Händewaschens zu legen. Zudem besser: Zuerst Toilettentag, dann Putzfrauentag!

Vertauschte Buchungsbestätigung beweist: Treffen von Staatschefs ist Wellnessurlaub!

Was bislang nur Verschwörungstheoretiker dachten, ist seit gestern bestätigt: Der G7-Gipfel dient als Tarnung. Denn bei dem Treffen der Regierungschefs von sieben Top-Industrienationen geht es nur um Wellnessurlaub. Als Location wählte Kanzlerin Angela Merkel Deutschlands am besten ausgestattetes Spa-Hotel. Schloss Elmau, ein Hideaway mit fünfeinhalb Sternen.



Der Herausgeber des kritischen Wellnesshotelführes RELAX Guide, Christian Werner: „Das Hotel hat die Buchungsbestätigungen vertauscht. Einem unserer Tester wurde irrtümlich die Bestätigung für Frau Merkel gemailt.“ Diese zeige, dass 124 Beauty- und Verwöhnbehandlungen gebucht wurden. „Damit ist jeder Politiker genau 16,332 Stunden pro Tag beschäftigt“, rechnet der Wellnessexperte vor. Weiters bestellt wurden unter anderem je 70 Flaschen 1989er Château Mouton de Rothschild Edition „Mauerfall“, Wachteleierlikör sowie Zirbenschnaps aus Österreich. Werner: „Nur Wellness und Trinken! Hier kann niemals ernsthaft gearbeitet werden! So ein Schwindel!“



Ein Sprecher des Bundeskanzleramtes kritisierte indes „Herrn Werners unentspannte Wellnessführermoral“. Und verwies darauf, dass eine solche Auszeit alternativlos sei: „Man bedenke die Socienty-Events, den Stress mit den Pleite-Griechen sowie mit der Beruhigung der Finanzmärkte.“ Schon 2007 habe man doch im Grandhotel Heiligendamm einen G8-Wellnessurlaub verbracht, „ohne dass sich irgendwer aufgeregt hätte“. Im Gegenteil. „Wir brauchten sogar 12 Kilometer Stacheldrahtzaun und 16.000 Polizisten, weil Tausende Gipfel-Fans im selben warmen Whirlpool sitzen wollten, wo Frau Merkel mit ihren Gästen weilte.“



In der Zwischenzeit erhielt die Kanzlerin sogar von politischen Gegnern Schützenhilfe: Die AfD twitterte „Recht so, Angela“, Sarah Wagenknecht (Die Linke) postete „Wohlfühlen ist ein demokratisches Grundrecht!“ auf Facebook.



Der G7-Gipfel hätte bekanntlich ein G8-Gipfel sein sollen. Doch Russlands Präsident Putin wurde ausgeladen. Weltweit wusste niemand, warum. „Gerade mit Putin gäbe es doch viele Gründe für ein mehrminütiges Gespräch“, zeigt sich der EU-weit bekannte Wiener Politologe Professor Conchita Wurst erstaunt. „Jetzt erklärt sich aber, wieso die Putin nicht dabei haben wollten“, sagt der Wissenschafter. „Der Russe ist schlank, sehnig, durchtrainiert. Die anderen können da nicht mithalten. Man stelle sich das vor, die in der Sauna, hahaha. … Hollande, hahaha … die Grande Nation … Die nackte Blamage!“ Er sehe schon die Schlagzeile in den US-Zeitungen: „It’s the Body, Stupid!“ Dazu dann „dieser Putin auf dem Cover“.



Diese Peinlichkeiten mussten, so Wurst weiter, unbedingt vermieden werden. „Es geht schließlich um das Ansehen der Nato, der westlichen Welt. Es geht um die Wurst!“ Professor Wurst schließt deshalb nicht aus, 2016, beim nächsten G-Gipfel, selbst eingeladen zu werden. Und resümiert: „So ein richtiger Mann in der Sauna, das hätte schon Stil.“



Wie Umfragen zeigen, wird der Wohlfühlkurs von weiten Teilen der Bevölkerung mitgetragen. Nur einer kleinen Minderheit, die unbestätigten Meldungen zufolge noch längst ausgestorbene Grundrechnungsarten beherrschen soll, erscheinen die Kosten von zwei Tagen Wellness für sieben Personen – mindestens 360 Millionen Euro – geringfügig überhöht. Das Kanzleramt hingegen kontert mit Einsparungseffekten. Angela Merkels Gesichtsbehandlungen etwa sollen nicht mit sündteurem Beluga-Kaviar, sondern mit Seehasenrogen durchgeführt werden. „Mir persönlich graust ja vor dem billigen, stinkerten Zeug“, zweifelt Dieter Elmau, der Hideaway-Hotelier, „da wird man ja ganz schwarz davon. Igitt.“ Doch „wer zahlt, schafft eben an“. Dass hier aber gar nicht Frau Merkel, sondern der Steuerzahler die Hotelrechnung begleichen muss, davon sei „nie die Rede“ gewesen.

PS: Im Gegensatz zu allen anderen Beiträgen auf www.relax-guide.com ist dieser Artikel frei erfunden. Korrekt sind hingegen die Zahlenangaben über den G8-Gipfel im Jahr 2008 sowie die Kosten des gegenwärtigen Treffens.