16 Punkte
Junges Großhotel der Vamed, direkt an der öffentlichen Therme: fassadenmäßig keine Offenbarung, dagegen herrschen im Inneren Modernität und nahezu mondäne Leichtigkeit – offener Kamin und ein sanfter Hauch von Puszta-Natur-Feeling inklusive. Alle Zimmer haben Balkon, die westseitigen bieten Ausblick auf den Baggersee sowie auf herrliche Sonnenuntergänge, die anderen gehobenes Parkplatzpanorama. Der hauseigene Wellnessbereich wird anspruchsvollen Gästen wahrscheinlich als etwas klein dimensioniert erscheinen; nicht alle werden über die Ausweichmöglichkeit in die öffentliche Therme frohlocken, obwohl dort ein Kinderbereich mit 90 m Rutsche sowie ein Wiesenareal mit Kiesstrand zu finden sind. Ein absolut netter Gag sind die vielen großen Fische im Badesee – Karpfen, Hechte, Zander und Waller –, das beschäftigt Kinder und wirkt auch witzig aufs Gemüt. Weiterführende Naturbeobachtungen sind in Form von auf Safari getrimmten Outdoor-Touren buchbar, Gelsenforscher kommen auf der fabelhaften Restaurantterrasse in der Abendsonne ab 20.30 Uhr auf ihre Rechnung. Weinbar mit 60 offenen Weinen aus der Region und kompetenter Beratung, reichhaltiges Frühstücksbuffet. Gute Massagen, viele Mitarbeiter aus Ungarn, die sich nicht selten mit der deutschen Sprache schwertun. Getränke in der Minibar sind gratis, die – sehr klein dimensionierte – Garage kostet 5 Euro pro Tag. Relativ stolze Preise, aber absolut großes Plus: die Nähe zu Wien; das Haus ist zudem mit der Bahn zu erreichen (Shuttle kostenlos). 124 Liegen, 300 Betten.
