17 Punkte
Hundefreundliches Fünfsternhaus: Vor langen Zeiten einmal ein Kloster, heute mit typischer Tiroler Hotelfassade, nur breite Gänge und dicke Mauern lassen die Vergangenheit erahnen. Über allem liegt ein stimmungsvolles Premium-Ambiente, Zimmer gibt es in 11 verschiedenen Kategorien, sie sind zumeist mehr oder weniger romantisierend verspielt arrangiert, alle haben Teppichböden, viele Balkon mit grünem Filzbelag. Das im Vorjahr stark vergrößerte Spa heißt nun Spiritual Spa, ist einzigartig, sehr aufwendig und atmosphärisch auf sakral gestylt, fühlt sich allerdings genau deshalb etwas seltsam an: Heiligenbilder, leise Choräle aus dem Hintergrund und der Duft von Weihrauch sind – angesichts der Körperfeindlichkeit der katholischen Kirche – sozusagen das exakte Gegenteil von Wellness. Dies wiederum könnte zu unerwünschten Nebenwirkungen führen und zum Beispiel Gänsehaut unter dem Bademantel hervorrufen. Trost bietet jedenfalls das „Seefelder Bierwunder“ – es offenbart sich selbst dem Sünder nach der Sauna –, unheilig sind indes die Überwachungskameras im Spa, selbstverständlich dienen sie nur der eigenen Sicherheit – wie immer! Auch Yoga, sehr gute Küche, freundliches, aber verbesserungsfähiges Service bei Rezeption, Frühstück und Abendessen, so mancher Mitarbeiter scheint zudem das Haus gar nicht zu kennen. Internationales Publikum, viele Gäste aus Italien, Valet Parking. 65 Liegen, 180 Betten.
18-Loch-Parcours in 6 km.
